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Wohnungen, Feuerwache, Kita: So sieht der Fahrplan auf dem Gelände an der Pallasstraße aus

dzNeue Wohnbausiedlung

Was entsteht alles dem alten Gelände des Schachtes Erin V? Warum rollen schon seit Monaten die Bagger? Und warum wird so viel Erdreich ausgetauscht? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Dorf Rauxel

, 04.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit Monaten rollen bereits die Bagger, doch die eigentlichen Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Schachtstandortes Erin V haben noch gar nicht begonnen. Wir verraten, was auf dem Gelände entstehen soll, wie der Zeitplan lautet - und warum aktuell so viel Erdreich ausgetauscht wird.

? Wo genau wird gebaut?

Es geht um den Bereich nördlich der Pallasstraße zwischen Briloner Straße und Luisenstraße. Die vorhandene Baulücke, bestehend aus Ackerflächen und einer Brachfläche der ehemaligen Schachtanlage Erin V, soll geschlossen werden. Die Baufläche reicht im Norden bis zur Siedlung entlang der Briloner Straße, im Westen bis an die vorhandene Bebauung an der Luisenstraße 22-34, im Süden bis an die Pallasstraße und im Osten bis zum Grundstück des Netto-Lebensmittelmarktes an der Grutholzstraße 21.

? Was entsteht an der Stelle?

Laut Bebauungsplan Nr. 234 der Stadt Castrop-Rauxel soll dort ein Wohnquartier mit bis zu 135 Wohneinheiten entstehen. Außerdem sollen eine Kindertagesstätte inklusive öffentlich zugänglichem Spielplatz und ein neues Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr Rauxel-Dorf als Ersatz für den bisherigen Standort auf dem Hof Schulte Rauxel an der Rieperbergstraße gebaut werden.

? Wem gehört die Fläche?

Eigentümer ist die RAG Montan Immobilien GmbH. Die Fläche für den Gemeinbedarf, auf der die Kita und das Feuerwehr-Gerätehaus entstehen sollen, wurde an die Stadt Castrop-Rauxel abgetreten. Rund 1,15 Millionen Euro sind für die insgesamt 5200 Quadratmeter Fläche geflossen.

? Was für Wohnhäuser werden gebaut?

Vorgesehen sind Einfamilienhäuser in Form von Einzel- und Doppelhäusern, sowie ein- bis zweigeschossige Reihenhäuser. Im Nordosten und entlang der Pallasstraße sind zum Teil auch dreigeschossige Häuser geplant.

? Wie soll das Wohngebiet an den Verkehr angeschlossen werden?

Künftig soll es zwei Zufahrten geben: Aus östlicher Richtung über eine Verlängerung der Briloner Straße, während im Süden über die Pallasstraße der Hauptverkehrsanschluss entstehen soll. Im Wohngebiet ist eine Ringstraße geplant.

? Wann soll mit den eigentlichen Baumaßnahmen begonnen werden?

Nach Angaben der RAG Montan Immobilien soll die Baumaßnahme im April 2019 beginnen und bis etwa August 2022 andauern. Der Baustellenverkehr werde ausschließlich über die die Zufahrt an der Briloner Straße im Osten abgewickelt.

? Warum wird schon seit Monaten auf der ehemaligen Fläche der Schachtanlage gearbeitet?

Die Fläche lag lange brach. Seit Monaten wird sie deshalb für die Bebauung vorbereitet. Bereits Anfang 2017 wurde hier der dort stehende Wald gerodet, nun wird seit geraumer Zeit altes Erdreich abgetragen und neues Erdreich aufgeschüttet.

? Anwohner haben Sorge, dass das alte Erdreich belastet ist. Sind die Sorgen begründet?

Jein. Richtig ist: Die Fläche der ehemaligen Schachtanlage Erin V wird als Altlastenverdachtsfläche eingestuft. Pressesprecher Jochem Manz vom Kreis Recklinghausen kann die Anwohner aber beruhigen: „Der Boden wird abgetragen, weil dort Fremdstoffe im Boden sind – also Asche, Schlacke oder Bauschutt. Fremdstoffe sind aber keine Gefahrenstoffe.“ Die Untere Bodenschutzbehörde führe ständige Kontrollen durch, es gebe demnach keine Gefahr für Menschen, Wasser und Natur. Der Boden werde aus Qualitätsgründen ausgetauscht: „In Wohnbaugebieten haben auch Fremdstoffe nichts im Boden zu suchen“, so Manz.

? Und was ist mit dem alten Wetterschacht?

Dieser sei „verschlossen, gesichert und bleibt, wo er ist“, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann dazu. Um ihn ist ein Schutzradius von 25 Metern geplant, in dem keine Wohnbebauung entstehen soll. Hier sollen stattdessen Parkplätze angelegt werden.

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