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Marco Reus fällt verletzt aus, vermutlich bis zum Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 24. Februar. Wir diskutieren: Ist der Reus-Ausfall für den BVB zu verkraften?

Dortmund

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

In der Champions League gegen Tottenham fehlt Marco Reus. Vermutlich wird der BVB-Kapitän auch danach noch aussetzen müssen. Wie schwer wiegt sein Fehlen? Unsere Redakteute diskutieren: Ist der Reus-Ausfall für den BVB zu verkraften?

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Ja, es geht auch ohne Reus (Von Tobias Jöhren)

Michael Zorc brachte es jüngst ziemlich treffend auf den Punkt. Ein verletzter Marco Reus sei, sagte der BVB-Sportdirektor, für jede Mannschaft der Welt ein ziemlich schmerzhafter Verlust. Aber, und das sagte Zorc gleich im Anschluss, es sei die Aufgabe der anderen Spieler, ihn bestmöglich zu ersetzen.

Andere müssen nun für Reus in die Bresche springen

Und genau darum geht es für Borussia Dortmund in den kommenden Partien, gesichert im Champions-League-Hinspiel gegen Tottenham, vermutlich auch in der Liga beim 1. FC Nürnberg: Allen voran Mario Götze, Paco Alcacer und Maximilian Philipp müssen den Beweis erbringen, dass der Ausfall des BVB-Kapitäns zumindest für ein paar Wochen zu verkraften ist.

Das Spiel gegen Hoffenheim dient trotz des am Ende bitteren Ergebnisses als Mutmacher, auch gegen Werder Bremen im Pokal ging der BVB nach der Reus-Auswechslung zweimal in Führung.

Nicht nur sportlich ist das Fehlen ein Verlust

Natürlich fehlte Reus trotzdem, allein schon wegen seiner Ausstrahlung auf die eigenen Mannschaftskameraden und auch auf den Gegner, aber zumindest an der Offensive lag es nicht, dass gegen Werder unter dem Strich das Pokal-Aus und gegen Hoffenheim ein frustrierendes 3:3 stand.

Die Probleme in der Abwehr waren deutlich gravierender als die im Angriff. Am besten erinnert sich der BVB schleunigst an das 1:0 in Leipzig zu Beginn der Rückrunde. Auch da fehlte Reus, aber es genügte ein einziger Treffer zum Sieg.

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Ist der Reus-Ausfall für den BVB zu verkraften?

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Nein, ohne Reus geht es nicht (Von Sascha Klaverkamp)

Warum es bei Borussia Dortmund in dieser Saison so gut läuft? Vor allem, weil Marco Reus bislang in bestechender Form agierte. Und oft verlässlich lieferte, wenn es dringend nötig war: Reus schoss das Siegtor gegen Gladbach, das Siegtor in Wolfsburg, zwei Tore beim Erfolg gegen die Bayern. Und sammelte noch viele Scorerpunkte mehr.

Ohne Reus läuft es nicht

Nicht zu vergessen: Ohne Reus fehlte der Borussia ein merkliches Stück an Klasse. Als er in Frankfurt (1:1) und in Düsseldorf (1:2) schlecht spielte, war auch für sein Team nur wenig zu holen. Er ist schlicht nicht adäquat zu ersetzen.

Als er verletzt fehlte, quälten und zitterten sich die Schwarzgelben zum 1:0 in Leipzig, flogen gegen Bremen nach Reus‘ Auswechslung noch aus dem Pokal und verspielten nun eine 3:0-Führung gegen Hoffenheim. Keine Frage, der Kapitän ist das Herzstück des BVB-Teams. Wegen seiner Tore und Vorlagen einerseits. Wegen seiner Präsenz, seiner Kommandos und Erfahrung andererseits.

Kein anderer Spieler hat so einen großen Einfluss

An Reus‘ Einfluss auf die Balance im BVB-Spiel reicht kein anderer Borussen-Profi heran. Spielt Reus nicht, fehlen häufig Ideen, Überraschungsmomente, Zug zum Tor. Und es fehlt in der Offensive die ordnende Hand, die letztlich auch dazu führt, dass das Umschalten auf Defensivarbeit funktioniert.

Gerade in den Top-Duellen ist Reus oft der entscheidende Faktor - ein längerfristiger Ausfall wäre für den BVB kaum zu verkraften.

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