Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino stand während seiner Amtszeit bislang selten unter Druck. Gegen den BVB hat der 46-Jährige in der Königsklasse allerdings einiges zu beweisen.

von Simon Johnson

London

, 12.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Pochettino arbeitet seit fünf Jahren als Trainer des Vereins aus dem Londoner Norden, kann aber noch keinen Titel vorweisen. Der frühere argentinische Nationalspieler wird zurecht in höchsten Tonen für seine gute Arbeit bei den Spurs gelobt, denn ihm steht ein viel kleineres Budget als den anderen führenden Vereinen in England zur Verfügung. Tottenham hat sich sogar damit in die Geschichtsbücher eingetragen, dass er der erste Verein in der Premier League ist, der in den jüngsten zwei Transferperioden keine Spieler verpflichtet hat.

Kampf um die Premier-League-Krone

Anzeige


Bemerkenswerterweise kämpfen die Spurs trotzdem mit Manchester City und dem FC Liverpool um die Premier-League-Krone. Dank Pochettinos beeindruckender Fähigkeit, Jugendspieler zu entwickeln und die Profis im Kader zu verbessern, verfügt Tottenham über Talente, um die sie viele Klubs beneiden - und die ein Vermögen auf dem Transfermarkt kosten würden.

Umfrage

Wie endet das Champions-League-Hinspiel zwischen Tottenham und dem BVB?

26%
26%
Sieg Tottenham
34%
34%
Unentschieden
40%
40%
Sieg BVB
2506 abgegebene Stimmen

Mit anderen Worten: Weniger Geld kann auch nicht alles entschuldigen. Wenn es darum geht, die entscheidenden Spiele zu gewinnen, die den Unterschied zwischen einer sehr guten und einer erfolgreichen Mannschaft machen, konnte Pochettinos Team bislang nicht überzeugen. Die Niederlage gegen Chelsea im Halbfinale des Ligapokals im Januar war bereits die dritte in Serie, die Tottenham im Halbfinale eines Pokalwettbewerbs hinnehmen musste.

Mentale Schwäche

Auf europäischer Bühne hat die Mannschaft ebenfalls kaum Eindruck hinterlassen. Zuletzt kam man 2011 unter Harry Redknapp über die Runde der letzten 16 hinaus. Vor einem Jahr sicherte sich Tottenham in Turin ein 2:2 gegen Juventus, das als klarer Favorit galt, nur um im Rückspiel in den letzten 30 Minuten zwei Tore zu kassieren und auszuscheiden. Borussia Dortmund wird gewiss versuchen, genau diese mentale Schwäche der Londoner auszunutzen.

Pochettinos schwierige Prüfung! Spurs-Trainer steht gegen den BVB unter Druck

Fehlen Tottenham gegen den BVB: Harry Kane (l.) und Dele Alli. © imago

Obwohl er noch keinen Titel gewinnen konnte, wird Pochettino von Vereinen wie Manchester United und Real Madrid bewundert. Es gibt ständig Spekulationen um seine Zukunft und neue Berichte, dass er die Spurs im Sommer für einen der beiden Top-Klubs verlassen könnte. Sollte Dortmund Tottenham jedoch aus der Königsklasse werfen, könnte dies große Zweifel am Coach und dessen Titelfähigkeit streuen.

Eriksen und Son im Fokus

Pochettino fehlen im Hinspiel am Mittwoch in Wembley in Harry Kane und Dele Alli zwei seiner besten Spieler. Trotzdem heißt das nicht, dass die BVB-Fans schon den Einzug ins Viertelfinale planen sollten. Die Spurs können sich immer noch auf die herausragende Qualität ihres kreativen Mittelfeldspielers Christian Eriksen verlassen. Zudem hat der frühere HSV- und Leverkusen-Stürmer Heung-Min Son 13 Tore in den vergangenen 18 Spielen erzielt. Fernando Llorente, der Harry Kane im Angriff ersetzen könnte, hat bislang fünf mal im Jahr 2019 getroffen - und die Abwehr der Spurs ist gespickt mit Nationalspielern.

Autor Simon Johnson ist Fußball-Chefreporter des „Evening Standard“ in London.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt