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Bei BVB-Gegner Hertha BSC ist in dieser Spielzeit ein eigenartiges Phänomen zu beobachten: Gegen die Top-Teams sieht es meistens ziemlich gut aus. Es gibt aber eine Kehrseite der Medaille.

von Christoph Dach

Berlin

, 16.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Bei einem Blick auf die Tabelle mag sich die Frage vielleicht seltsam anhören, beinahe dreist. Also: Ist der BVB nach sprunghaften Leistungen und turbulenten Wochen noch eine Spitzenmannschaft? Oder ist er es wieder? Oder überhaupt?

Für Lucien Favres alten Klub, für die Sportsfreunde von Hertha BSC, hängt einiges davon ab, wie man diese Frage beantwortet. Bei den Berlinern ist in dieser Saison nämlich ein höchst eigenartiges Phänomen zu beobachten: Wenn sie gegen Mannschaften aus dem Bundesliga-Spitzenfeld ranmüssen, sieht es meistens ziemlich gut aus, was Pal Dardais Team auf den Platz bringt.

„Das ist komisch“

Man kann das dann - im Gegensatz zu früheren Zeiten - ruhigen Gewissens und ohne Abdruck einer Gegendarstellung „Fußball“ nennen. 2018/19 hat Hertha unter anderem die Bayern, Frankfurt und Mönchengladbach besiegt. Und falls Sie sich erinnern: In der Hinrunde nahmen die Berliner in letzter Sekunde auch der Dortmunder Borussia einen Punkt ab, die damals fast alles überrannte. So weit, so gut.

Hertha BSC wäre allerdings nicht Hertha BSC, wenn es nicht auch eine Kehrseite der Medaille gäbe. Für die mit solch begabten Kickern wie Valentino Lazaro, Niklas Stark, Arne Maier oder Marko Grujic besetzte Mannschaft besitzt der Umkehrschluss ebenso Gültigkeit: Gegen Abstiegskandidaten oder Mannschaften aus dem Mittelfeld der Tabelle sehen die Berliner selbst oft höchst mittelmäßig aus. Als Beleg für diese These dienen Niederlagen in Stuttgart, Düsseldorf und Freiburg. „Das ist komisch“, sagte Trainer Dardai nach der jüngsten Niederlage in Freiburg am vergangenen Wochenende. „Jetzt steh ich wieder hier und muss die gleiche Rede halten wie letzte Woche.“

Flatternde Nerven

Immer wenn die Chance besteht, doch noch einmal die Europapokalplätze in Angriff zu nehmen und den Druck auf die Mitstreiter zu erhöhen, flattern den Berlinern die Nerven. Dabei wären sie gut beraten, ihren Perspektivspielern eben genau das aufzuzeigen: Perspektiven auf europäischer Ebene.

„Meine Mannschaft hat Riesenpotenzial“, sagt Dardai, „hier kann etwas wachsen.“ Sofern der Kader in seinem Kern zusammen und Europa in Reichweite bleibt. Dafür ist ein Sieg gegen die Spitzenmannschaft aus Dortmund fast schon Pflicht. Ist ja zum Glück nur der Tabellenzweite.

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