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BVB gegen den FC Bayern - das garantiert Spannung, Dramatik und Spektakel

dzBorussia Dortmund

Wenn die beiden besten Mannschaften Deutschlands aufeinandertreffen, ist immer was los. Borussia Dortmund gegen Bayern München, das ist alles - nur nicht langweilig.

Dortmund

, 09.11.2018 / Lesedauer: 3 min

Als der BVB-Bus um kurz nach Mitternacht am frühen Mittwoch das Wanda Metropolitana verließ und die Mannschaft Borussia Dortmunds nach dem 0:2 bei Atletico Madrid zurück zum Teamhotel brachte, da durfte sich Lucien Favre in der ersten Sitzreihe endlich auch offiziell Gedanken über das große Spiel am Samstag machen. Dann empfängt der BVB im Signal Iduna Park den FC Bayern, die beiden deutschen Fußball-Großmächte prallen im direkten Duell aufeinander. Und das garantiert seit Jahren Nerven zerreißende 90 Minuten, Spannung, Dramatik und Spektakel.

Auftakt zur Wiederbelebung

Man benötigt schon ein gewisses Erinnerungsvermögen, um sich an den letzten Deutschen Meister zu erinnern, der nicht aus Dortmund oder München kam. Und auf den VfL Wolfsburg, der am Ende der Saison 2008/09 ganz oben stand, kommt man bei diesem Ratespiel sicher nicht auf Anhieb. Der Kampf um die Vorherrschaft in der Bundesliga fokussiert sich seit zehn Jahren auf das Duell zwischen Schwarzgelb und Rot-Weiß - und es ist seit Jahren die Regel, dass allein der Borussia zugetraut wird, in die Vorherrschaft der Bayern eindringen zu können.

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Wie endet der Liga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München?

76%
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Sieg BVB
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Unentschieden
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Sieg Bayern
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Werden die Bayern-Granden Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge irgendwann einmal auf ihr Lebenswerk zurückblicken, werden es die Jahre 2011 und 2012 sein, die einen Makel bilden, der nicht zu tilgen ist. Borussia Dortmunds Überraschungsmeisterschaften waren der Auftakt zur Wiederbelebung der großen Rivalität zwischen den beiden Klubs, nachdem sich der BVB in der großen Finanzkrise für Jahre aus der Spitzengruppe der Bundesliga verabschiedet hatte.

Finanzielle Investitionswelle

Sie waren auch der Grund zu einer zuvor nie dagewesenen Offensive der Bayern: Auf das Dortmunder Double 2012 reagierte der Rekordmeister mit einer Konsequenz und finanziellen Investitionswelle, die die Konkurrenz überrollte. Sechs Meisterschaften in Serie waren der Lohn, die Sticheleien kamen nun wieder häufiger aus dem Süden. Auch sie gehören zur großen Rivalität dazu.

Auch der BVB investierte in den Folgejahren und mit zunehmendem finanziellen Spielraum, die Vereinsphilosophie aber warf Borussia Dortmund nicht über Bord. Und heute steht eine Mannschaft auf dem Platz, bei der einiges an die glorreichen Jahre unter Jürgen Klopp erinnert. Sie ist jung, gierig, mit einer hohen Identifikation – und sie kann begeisternden Offensivfußball spielen. Die Chance auf eine Wachablösung scheint so groß wie selten zuvor. Die in die Jahre gekommenen Bayern schwächeln, sie haben interne Probleme, was sich auch auf dem Platz auswirkt.

Dortmund geht als leichter Favorit ins Spiel

Anders als im März, als eine verunsicherte Dortmunder Mannschaft in der Allianz Arena gedemütigt wurde, geht der BVB nun sogar als leichter Favorit in diese Partie. Das hat weniger mit der Statistik zu tun. Noch immer sind die Bayern das Maß aller Dinge, was Torschüsse, Ballbesitz und Flanken angeht. Doch die Borussia ist deutlich effizienter vor dem Tor, und sie investiert mehr in eine Partie. 3,7 Kilometer mehr pro Spiel läuft Borussia Dortmund.

Video
Die RN-Vorschau auf das Topspiel zwischen BVB und FCB

Der entscheidende Faktor aber könnte am Samstag nicht die Physis, sondern die Psyche werden. Trotz des 0:2 in Madrid kann Borussia Dortmund mit großem Selbstvertrauen in dieses Spiel gehen, die Automatismen sind da, die Spielfreude ist groß. Auf der anderen Seite ist da ein FC Bayern, der seine Verunsicherung nicht leugnen kann, bei dem viele Spieler auf Formsuche sind - und der als Kollektiv nicht mehr so gut funktioniert, wie das in der Anfangsphase der Saison der Fall war.

Spektakulär, giftig und intensiv

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es deutlich enger zugehen wird als im März. Oder als im Pokalfinale 2012, als der BVB dem Rivalen beim 5:2 eine herbe Ohrfeige verpasste. Ziemlich sicher aber wird es wieder spektakulär, giftig und intensiv. Anders war es eigentlich nie in den vergangenen Jahren.

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