Nachfolger des Lippetor-Centers: Entwurf für die Lippe-Galerie verheißt Besserung

DORSTEN Der geplante Nachfolger des Lippetor-Centers, die Lippe-Galerie, soll auch das Umfeld zum besseren beeinflussen. Die Verantwortlichen hoffen, im Sommer 2012 einen positiven Bescheid zu erhalten und die Pläne zu konkretisieren. Doch geplant ist schon jetzt vieles.

  • Eine Ansicht auf die "Galerie Lippe".

    Eine Ansicht auf die "Galerie Lippe". Foto: BJA

Mit der neuen Lippetor-Galerie, die voraussichtlich ab dem kommenden Jahr nach Abriss des leer stehenden Lippetor-Centers gebaut wird, soll sich auch dessen komplettes Umfeld attraktiver präsentieren. Die Gesamtkosten der Aufwertung würden sich auf 2,8 Mio. Euro belaufen, die Verwaltung hat bereits einen Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht.

Planungsausschuss

Der Planungsausschuss wird sich auf seiner nächsten Sitzung am Dienstag (13.) mit dem „Städtebaulichen Entwicklungskonzept Lippetor“ beschäftigen, auf dessen Grundlage die Stadterneuerungsmittel aus dem Programm „Stadtumbau West“ beantragt worden sind.

Das Büro Heinz, Jahnen und Weber macht darin mehrere Vorschläge, wie die bislang stiefmütterlich behandelte Kanalzone und der Bereich Richtung Ostwall in den kommenden fünf Jahren mehr Städtebau- und Freizeitqualität bekommen kann. An der Ecke Westwall/B 224 (Ostwall), also in Höhe des „Goldenen Ankers“, soll ein neu gestalteter „Lippetor-Platz“ einen hochwertigen Eingang zur Altstadt bilden.

 Die Fußgänger- und Radfahrer-Unterführungen zwischen Lippetor und Einkaufszentrum sollen zugeschüttet, die Brückenkonstruktion soll angerissen werden. An dessen Stelle soll von der Lippestraße ein breiter, Ampel-gesteuerter Überweg zur neuen Lippe-Galerie entstehen.

Höhere Qualität

Ein  Landschaftsarchitekturbüro hat Pläne für eine Neugestaltung der „Wasserkante“ zwischen Lippetor-Galerie und Kanal erarbeitet, die die Aufenthaltsqualität dort steigern sollen. Die Kanaluferzone Richtung Hardt soll bis zum Grünbereich des Schölzbachs neu gestaltet werden. Die baumbestandene Fläche zwischen ehemaligem Kinderheim und Kanal soll einen parkähnlichen Charakter erhalten, möglichst mit gastronomischen Angeboten.

Die Wegeverbindung zwischen Westwall und Kanal neben der Lippetor-Galerie soll deutlich aufgewertet werden.
Aufgewertet werden soll die Wall- und Grabenanlage des Westwall mit Herausstellung der Reste der Stadtbefestigung.

Zunächst einmal der Teil, der nicht von Parkplätzen belegt ist. „Langfristige Vision“ sei eine „vergleichbare Qualität“ wie in der Wall- und Grabenanlage der südlichen Altstadt. Im Mittelpunkt steht die neue Lippetor-Galerie. Der Entwurf sei „geeignet, die städtebaulichen Missstände umfassend zu verbessern“, so das Büro Heinz, Jahnen und Pflüger.

Positiver Bescheid womöglich im Sommer 2012

Daneben seien weitere private Investitionen anzustreben: Die Sanierung bzw. der Neubau des ehemaligen Mensing-Herrenhauses sowie der beiden leer gezogenen Einfamilienhäuser Westwall 51 und 53 zwischen Parkhaus und ehemaligem Kinderheim, dazu die Schließung der Baulücke am Ostwall sowie eine Neunutzung des alten Kinderheims (evtl. mit einem Hotel). Da das Land in der Regel seine Förderprogramme im Frühjahr aufstellt, geht die Stadtverwaltung davon aus, dass sie im Falle eines positiven Bescheids im Sommer 2012 aufgefordert würde, die Antragsunterlagen zu konkretisieren.

Enger begrenztes Projekt hat bessere Chancen

Übrigens: Eigentlich hatte die Stadtverwaltung vor, für den gesamten Altstadtbereich (inklusive Bahnhofsumfeld) ein „Integriertes Handlungskonzept“ zu erstellen. Davon wurde nach Gesprächen mit der Kommunalaufsicht Abstand genommen: Ein räumlich enger begrenztes Projekt hätte bessere Chancen, genehmigt werden, hieß es. Dafür müsste die Stadt allerdings Einsparmöglichkeiten aufzeigen. Und dabei ist die Verwaltung guter Dinge: „Diese zeichnen sich unter anderem beim Stadtumbau Barkenberg und der Sozialen Stadt Hervest ab.“
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Autor
Michael Klein
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    6. September 2011, 16:52 Uhr
    Aktualisiert:
    26. Februar 2014, 08:13 Uhr