Behinderte suchen Anschluss an ÖPNV

DORSTEN/WULFEN Die Anbindung der Dorstener Werkstatt an den Öffentlichen Personennahverkehr ist derzeit nicht finanzierbar. Dies erklärt die Verwaltung im Vorfeld der nächsten Sitzung der ÖPNV-Ratskommission am Donnerstag, 25. September.

  • Die Behinderten in der Werkstatt Thüringer Straße suchen eine Mitfahrgelegenheit - vorzugsweise in den ÖPNV-Bussen.

    Die Behinderten in der Werkstatt Thüringer Straße suchen eine Mitfahrgelegenheit - vorzugsweise in den ÖPNV-Bussen. Foto: Pieper

Der Träger der Behinderten-Einrichtung (Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe) wollte möglichst viele Beschäftigte zur ÖPNV-Mitfahrt bewegen, um die Kosten für den Behindertenfahrdienst reduzieren zu können. Die Verkehrsunternehmen RVM und Vestische hatten bereits abgewunken, als es um einen möglichen Umweg der Linien 298 oder SB 26 ging. Für eine ganztägige Bedienung sei das Fahrgastpotenzial im Gewerbegebiet Dimker Heide zu gering, und um die Beschäftigten der Dorstener Werkstatt morgens um 7 Uhr und nachmittags um 15 Uhr in den Hauptverkehrszeiten aufnehmen zu können, sei ein zusätzlicher Bus erforderlich, der Kosten in Höhe von 26000 Euro ausmache.

Zu viel für einen Taxibus

Bei der Dorstener Werkstatt arbeiten mehr als 30 Behinderte, die ÖPNV-fähig sind. Zu viel, um einen Taxibus einsetzen zu können – diese Fahrzeuge werden mit maximal zehn Fahrgästen kalkuliert. Somit wäre also der Einsatz eines Linienbusses erforderlich. Allerdings würden solche Fahrten als Sonderverkehr/Werksverkehr eingestuft und könnten nicht aus Mitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs bestritten werden.

Nach Maßgabe ÖPNV nicht erschlossen

Fakt bleibt nach Ansicht der Verwaltung, dass das Gewerbegebiet nach den Vorgaben des Nahverkehrsplans als „nicht erschlossen“ eingestuft werden muss, da die nächste Bushaltestelle an der Kampstraße 900 Meter weit entfernt liegt. Deswegen solle weiter geprüft werden, welches Fahrgastpotenzial aus den umliegenden Betrieben ermuntert werden könne, einen Bus zu nutzen.
Sollte sich aber bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans ergeben, dass die Anschlüsse des SB 26 in Marl-Mitte zeitlich verlagert werden und dadurch ein Zeitpolster geschaffen wird, soll eine Schleifenfahrt über das Gewerbegebiet diskutiert werden. Und für den Fall dass die Kreuzung Wulfener Damm/B 58 zukünftig umgestaltet wird, will die Stadt dort eine neue Haltestelle für die Buslinie 298 beantragen.
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