Angeblich dubiose Geschäftspraktiken: Verbraucherschützer kritisieren Stromanbieter
NRW Auf dem umkämpften Energiemarkt schaukelt sich ein Streit zwischen Verbraucherschützern, dem Online-Vergleichsportal für Energietarife Verivox und dem Stromanbieter Flexstrom hoch.
Verbraucherschützer erheben schwere Vorwürfe gegen den Stromversorger Flexstrom. (Foto: dpa)
Anbieter fühlt sich benachteiligt
Unterdessen schießt Flexstrom scharf gegen das Internet-Portal Verivox, weil sich der Billigstromanbieter bei der Tarif-Auflistung benachteiligt fühlt. Verivox gebe Preise nicht korrekt wieder. Daher fordert Flexstrom Schadenersatz in Höhe von elf Millionen Euro.
Auch der Bund der Energieverbraucher mischt mit. Gegen dessen Vorsitzenden Aribert Peters erging jüngst eine einstweilige Verfügung, nachdem er zuvor unter anderem die Tragfähigkeit der Flexstrom-Preismodelle angezweifelt und die Bundesnetzagentur zu einer Prüfung aufgerufen hatte.
Kritik an Umgang mit Neukundenbonus
Viel Kritik erntete Flexstrom zuletzt für den Umgang mit einem Neukundenbonus: Während Verbraucherschützer und die Schlichtungsstelle Energie die Auffassung vertreten, der Bonus müsse bei bestimmten Verträgen auch dann ausgezahlt werden, wenn die Kunden nur ein Jahr lang Strom beziehen, will Flexstrom in diesen Fällen nicht zahlen. Flexstrom-Sprecher Dirk Hempel weist die Vorwürfe zurück.
Verivox wirft er vor, dass es Flexstrom-Tarife ausblende, weil die von Flexstrom an das Portal gezahlten Provisionen bei Kundenvermittlung zu niedrig seien. Auch von wirtschaftlichen Problemen könne keine Rede sein. Die Bundesnetzagentur, die sich zum Thema nicht äußern will, habe Flexstrom in den Jahren 2007 bis 2009 geprüft. „Und es war alles in Ordnung“, so Hempel.






