forsa-Umfrage: Energiesparlampen fallen durch
BERLIN Immer mehr Deutsche lehnen Energiesparlampen ab, obwohl sie mittlerweile in fast jedem Haushalt zu finden sind. Besonders in der Kritik: Der hohe Preis, die ungewohnten Formen und Größen sowie das häufig als kalt empfundene Licht.
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| Ein Mitarbeiter steckt eine Energiesparlampe in ein Fließband. Im Augsburger Werk des Lampenherstellers Osram werden pro Stunde rund 3000 Energiesparlampen produziert. |
Laut einer von der deutschen Energie-Agentur (dena) in Auftrag gegebenen forsa-Umfrage sinkt die Akzeptanz für Energiesparlampen sogar stetig. Die halbstaatliche dena wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, Strategien für die künftige Energieversorgung Deutschlands zu entwickeln.
Desorientierung
„Die Verbraucher sind desorientiert“, sagt Günter Neunert, Berater bei der EnergieAgentur.NRW. So sehen das auch renommierte Hersteller wie etwa Osram: Die Kunden seien von dem Angebot überfordert, in den Läden fehle es zudem an kompetenter Beratung, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Verunsicherten Konsumenten empfiehlt Neunert, nur Produkte namhafter Hersteller zu kaufen und sich vorab über die verschiedenen Helligkeitsstufen zu informieren. Verpflichtende Angaben dazu sollen aber erst ab 1. September 2010 auf den Verpackungen abgedruckt werden.
„Die Energiesparlampen sind zu Unrecht in Verruf geraten“, sagt dagegen Michael Koswig von der Stiftung Warentest. Mittlerweile gebe es für jeden Zweck das passende Licht. Auch die Energiesparleistung sei unbestritten.




