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Medienhaus Lensing
06.02.2012 12:59 Uhr
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Zu viele Unfalltote: Innenministerium startet Blitzer-Offensive am Freitag

Düsseldorf Für Fußgänger ist der Straßenverkehr in NRW im vergangenen Jahr wieder deutlich gefährlicher geworden. Doppelt so viele Tote wie im Vorjahr verzeichnete das Innenministerium, zudem 13 Prozent mehr Verkehrstote. Die Reaktion: Am Freitag werden 1400 Tempo-Kontrollstellen aufgebaut - und 24 Stunden lang durchgeblitzt.dpa

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 (Wegener/RN)

Der jahrelange Rückgang der Unfalltoten im nordrhein-westfälischen Straßenverkehr scheint beendet - die Todesfälle steigen sogar erstmals wieder. Im vergangenen Jahr seien deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr, berichtete NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Montag in Düsseldorf.

Blitz-Marathon

Nach den ersten drei Quartalen zeichnete sich ein Plus von 13 Prozent mehr Verkehrstoten ab. Bei den Fußgängern war sogar ein sprunghafter Anstieg von 51 Prozent mehr Todesopfern zu registrieren. Die Polizei startet deswegen am kommenden Freitag einen 24-stündigen „Blitz-Marathon“ mit landesweit 1400 Tempo-Kontrollstellen. 

  „Gerade an den Wochenenden sterben auf unseren Straßen viele Verkehrsteilnehmer. Oft sind es sechs Menschen. Wir müssen deshalb in die Köpfe aller Verkehrsteilnehmer kriegen, dass zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nr.1 ist“, erklärte Innenminister Ralf Jäger am Montag in Düsseldorf. „Verantwortungsvolles Fahren heißt sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und zwar überall.“

Jäger: "Wir meinen es ernst!"

„Wir wollen mit unserem Blitz-Marathon unmissverständlich klar machen: Wir meinen es ernst! Wir nehmen die vielen Toten und Verletzten nicht hin. Ein totes Kind, eine tote Mutter, ein toter Vater bedeutet Trauer, Schock, Wut und Verzweifelung für mehr als 100 Menschen“, betonte der Innenminister.


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