http://ad.de.doubleclick.net#oms.dorstener-zeitung.de#nationalnews#dcopt=ist;#551951127#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.dorstener-zeitung.de#nationalnews##314640473#120#600#3
Medienhaus Lensing
01.02.2012 11:07 Uhr
Schriftgröße: A A A

Zwickauer Zelle: Fünfter mutmaßlicher Nazi-Terrorhelfer festgenommen

Karlsruhe Carsten S. schien schon seit langem aus der rechten Szene ausgestiegen zu sein - nun holte ihn seine braune Vergangenheit ein. GSG-9-Beamte nahmen den 31-Jährigen am Mittwoch in Düsseldorf fest, weil er den Zwickauer Nazi-Terroristen geholfen haben soll.dpa

«
1/1
»

Der 31 Jahre alte Carsten S. (M) wird zu einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe gebracht.  

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.

Beamte des Spezialkommandos GSG 9 haben am Mittwoch in Düsseldorf einen fünften mutmaßlichen Helfer der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle festgenommen. Der 31-Jährige soll den Terroristen eine Schusswaffe und Munition verschafft haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zu sechs Morden und einem Mordversuch vor. Damit befinden sich insgesamt fünf Verdächtige aus dem Umfeld des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Untersuchungshaft.

Im Jahr 2001 oder 2002 Waffe gekauft

Der nun festgenommene Carsten S. soll im Jahr 2001 oder 2002 in Jena eine Waffe und Munition gekauft haben, die über Mittelsmänner zu den untergetauchten Terroristen gebracht wurden. Dabei habe er es „billigend in Kauf genommen“, dass die Waffe für rechtsextremistische Morde verwendet werden könnte, erklärte die Bundesanwaltschaft. Bislang ist allerdings ungeklärt, ob die Waffe tatsächlich bei den Morden des Terror-Trios zum Einsatz kam. Carsten S. wurde am Mittwochnachmittag dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt. Seine Wohnung in Düsseldorf wurde durchsucht.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler war Carsten S. in den Jahren 1999 und 2000 im rechtsextremistischen „Thüringer Heimatschutz“ aktiv - wie zuvor schon die drei Mitglieder der Zwickauer Zelle, die 1998 in den Untergrund gegangen waren. Nach Verfassungsschutz-Informationen wurde er im Juli 2000 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten Thüringens gewählt.

Verbindung zur NSU

Später allerdings scheint sich Carsten S. aus der rechten Szene verabschiedet zu haben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa studierte er Sozialpädagogik an der Fachhochschule Düsseldorf und arbeitete in einer Einrichtung für Homosexuelle. Vergangene Woche wandte er sich über seinen Anwalt an die Presse. Er sei im Jahre 2000 aus der rechten Szene ausgestiegen, heißt es in der Erklärung. „Seitdem habe ich mich davon distanziert und verabscheue jegliche Art von rechtem, rassistischem und extremistischem Gedankengut. Auch hatte ich nach 2000 keinen Kontakt mehr zur rechten Szene.“

Die Bundesanwaltschaft sieht dies anders. Bis 2003 habe Carsten S. Kontakte in rechtsradikale Kreise unterhalten. „Er stand in enger Verbindung zu den drei im Jahr 1998 abgetauchten Mitgliedern des NSU“, so die Ermittler. Zeitweilig soll er der einzige aus dem rechtsextremistischen Umfeld gewesen sein, der noch unmittelbaren Kontakt zu den drei Untergetauchten hielt. Er soll ihnen auch mit Geld ausgeholfen haben.

Untersuchungsausschuss soll Klarheit schaffen

Das Neonazi-Trio soll für die Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin in Heilbronn 2007 verantwortlich sein. Auch zwei Bombenattentate in Köln 2001 und 2007 und mehrere Banküberfälle sollen auf ihr Konto gehen. Die mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatten sich Anfang November in einem Wohnmobil in Eisenach selbst getötet - wohl, um nach einem Banküberfall der drohenden Festnahme zu entgehen. Die einzige Überlebende des Trios, die 37-jährige Beate Zschäpe, sitzt in Untersuchungshaft. Außerdem befinden sich neben Carsten S. noch vier weitere mutmaßliche Terrorhelfer in Haft.

Ein Untersuchungsausschuss des Bundestags soll bis Mitte 2013 klären, warum das Zwickauer Trio jahrelang morden und rauben konnten und Polizei und Verfassungsschutz davon offensichtlich nichts mitbekamen. Der Ausschuss soll insbesondere klären, ob etwas an der Struktur der Sicherheitsbehörden oder der Zusammenarbeit von Bund und Ländern geändert werden muss. Parallel soll eine Bund-Länder-Kommission vor allem diesen letzten Aspekt genau unter die Lupe nehmen.



Laschet und Laumann

1

Doppelspitze soll CDU in NRW führen - Kritk von der Basis

Karl-Josef Laumann (r.), und  Armin Laschet

Düsseldorf Die CDU in NRW hat einen Führungsstreit abgewendet und will mit einer Doppelspitze neu starten. Nachfolger für den scheidenden Parteivorsitzenden Norbert Röttgen soll Armin Laschet werden. Karl-Josef Laumann ist weiter als Chef der Landtagsfraktion vorgesehen. Das bestätigten Fraktions- und Parteikreise am Donnerstag in Düsseldorf. mehr...

2

Ägypten: Letzter Tag der Präsidentschaftswahl

Ein Ägypter gibt in einem Wahllokal nördlich von Kairo seine Stimme ab. Foto: Andre Pain

Kairo (dpa) Mit weniger Andrang als am Tag zuvor ist die ägyptische Präsidentschaftswahl fortgesetzt worden. Größere Zwischenfälle wurden nicht gemeldet. Bis 20.00 Uhr haben die Bürger Zeit, ihre Stimme für einen der zwölf Kandidaten abzugeben. mehr...

Linke-Parteivorsitz

3

Sahra Wagenknecht in Wartestellung

Sahra Wagenknecht, stellvertretende Parteivorsitzende der Partei Die Linke, neben Oskar Lafontaine (r).

BERLIN Sahra Wagenknecht könnte doch noch für die Linken-Spitze kandidieren. Zunächst verläuft der Machtkampf aber zwischen Bartsch und dem Frauen-Duo Kipping/Schwabedissen. Letztere erteilte einer Doppelspitze mit Bartsch eine Absage. mehr...

Urteil

4

Freier Wettbewerb in Bayerns Rettungsdienst

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat die Vorrangstellung von Hilfsorganisationen beim Rettungsdienst in Bayern gekippt.

MÜNCHEN Die Vorrangstellung von Hilfsorganisationen im bayerischen Rettungsdienst ist gekippt. Private Anbieter werden rechtlich gleichgestellt. Welche Auswirkungen das Urteil möglicherweise auch bundesweit haben wird, ist noch unklar. mehr...

Reform zu Patientenrechten

5

Gesetz verspricht Hilfe gegen Ärztepfusch

Fehler bei der Operation, schlecht vernähte Wunden: Die offizielle Zahl der durch Behandlungsprobleme gestorbenen Patienten ist stark gestiegen. Foto: Oliver Berg

BERLIN Die Bundesregierung sagt Ärztepfusch den Kampf an. Mit neuen Informations- und Beratungspflichten für Mediziner und Krankenkassen sowie einer Beweislastumkehr bei schweren Behandlungsfehlern sollen Patienten künftig besser zu ihrem Recht kommen. mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.dorstener-zeitung.de#nationalnews##92536000#300#250#4
Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de