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Medienhaus Lensing
02.09.2010 14:05 Uhr
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Streit dauert an: Anwalt fordert 33.000 Dollar pro Kundus-Opfer

Berlin (dpa) Ein Jahr nach dem verheerenden Luftschlag von Kundus geht der Streit über die Entschädigung der Opferfamilien weiter. Bei dem Angriff unter dem Kommando eines Bundeswehroberst waren im vergangegen Jahr 113 Menschen getötet worden.

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Bei dem Luftschlag von Kundus kamen dutzende Menschen ums Leben (Archivbild). 

 Der Bremer Anwalt Karim Popal forderte am Donnerstag 33.000 US-Dollar (28.000 Euro) für jeden der 113 Toten und damit sieben Mal so viel wie das Bundesverteidigungsministerium bisher zugesagt hat. Notfalls werde er auf Erhöhung der Summe klagen.

In der Nacht zum 4. September 2009 hatte der Bundeswehroberst Georg Klein das Bombardement von zwei im Kundus-Fluss festgefahrenen Tanklastern befohlen. Wie viele Menschen dabei getötet wurden ist bis heute umstritten. Die Bundeswehr geht von 91 Toten und 11 schwer Verletzten aus.

Die NATO war in ihrem ursprünglichen Untersuchungsbericht auf mindestens 142 Tote oder Verletzte gekommen. Nach Popals Recherchen wurden 137 Menschen getötet. Dokumente gebe es aber nur von 113 Opfern, sagte er.

Der Streit über die Entschädigung läuft bereits seit Monaten. Anfang August hatte das Verteidigungsministerium verkündet, 5000 Dollar (3900 Euro) pro Opfer zur Verfügung stellen zu wollen. «Das reicht nicht», sagte Popal. Er beruft sich darauf, dass unter Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) in einem Fall 33.000 Dollar für zivile Opfer gezahlt worden seien.



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