Dörken-Galerie in Herdecke: "Rumpelkammer" wird schickes Museum
HERDECKE Besser kann bürgerschaftliches Engagement nicht funktionieren. Die neue Dr. Carl Dörken Galerie in Herdecke kostet den Steuerzahler keinen Cent.
Glücklich: Christa Stronzik und Jochen Plaßmann vom Vorstand der Stiftung mit Inge Habig (Mitte) vom Kunstbeirat. (Foto: Jäger)
"Das ist ein Höhepunkt unserer Arbeit", sagte Jochen Plaßmann vom Vorstand der Werner Richard - Dr. Carl Dörken-Stiftung. Seit 1987 fördert diese Stiftung das westfälische Kulturleben. Mit den Werner-Richard-Saal entstand vor neun Jahren an der Wetterstraße in Herdecke ein schmucker Ort für Kammermusik. Jetzt kommt ein Museum hinzugekommen - als Erinnerung an Carl Dörken, der hier 1892 ein Farbenwerk gründete.
Genau deshalb kauft die Stiftung seit 1994 Kunst zum Thema "Phänomen Farbe". Sie unterstützt damit Maler, konnte aber dank eines klugen Kunstbeirates auch Meisterwerke an Land ziehen. Da hängen sie nun: Ein prachtvolles Werk von Otto Piene (es wird ab September als Leihgabe im Dortmunder U-Turm hängen), kinetische Kunst von Pol Bury, ein Triptychon von Rudolf Vombek.
Wittener Architekt küsste das Dornröschen wach
Alles auf einem 450 Quadratmeter großen Dachboden, der vor einem Jahr noch als Rumpelkammer diente. Doch Architekt Andreas Schüren aus Witten küsste das Dornröschen wach, rettete den Dachstuhl und hat ihn mit Eisenstützen dezent unterfangen. Nur der Fußboden erinnert an die Vergangenheit. "Hier sind noch die Palettenstellplätze eingezeichnet", erklärt Schüren die gelben Linien. Das Foyer bietet einen fantastischen Ausblick auf die Ruhr. Rund 800 000 Euro investierte die Stiftung, die Firma Dörken zahlte das neue Dach. Zwei Euro Eintritt wird die Stiftung nehmen.
Der Zugang ist noch nicht fertig
Kleiner Wermutstropfen: Der Zugang ist noch nicht fertig, der Glasaufzug fehlt noch. Das Herdecker Schmuckstücke sollte aber unbedingt während der Local-Heros-Woche der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 eröffnet werden, deshalb gab es am 7. März einen Tag der offenen Tür. Erst ab April oder Mai wird dann der Besuch an den Wochenenden möglich sein.
Achtung: Es steht noch nicht genau fest, ab wann das Haus dann endgültig an den Wochenenden geöffnet sein wird.












