Münsters zukünftiger Tanzchef: Begeisterung und giftige Kritik für Hans Henning Paar in München
MÜNSTER/MÜNCHEN Hans Henning Paar, ab September Münsters neuer Tanztheaterchef und Nachfolger von Daniel Goldin, hat am Münchner Gärtnerplatztheater seine letzte Premiere gezeigt. Von den Kritikern bekam er begeisterte, aber auch giftige Abschiedsworte.
Choreograf Hans Henning Paar hat in München seine letzte Premiere gezeigt. Im Herbst wechselt er nach Münster. (Foto: Manuel Jennen)
"Keine Ära"
Kritischer äußert sich das Münchner Internet-Feuilleton „Kulturvollzug“. Man könne nach fünf Jahren nicht von einer Ära Paar sprechen, denn der habe zu Unterschiedliches gezeigt: „zumeist gefällige Virtuosität, oft heiter, dann wieder verstörend in ihren verwirrend bedeutungsschwangeren Inhalten“. Paars „Bewegungsrituale pendelten lediglich zwischen platten Trainings-Etüden und einer bisweilen geradezu grotesk bemühten Suche nach Ausdruck“, moniert der Kritiker und stört sich an „Männern im Tütü“.
Allerdings gibt es auch hier Lob für Paars technische Arbeit: Es sei „unübersehbar“ gewesen, auf „welch’ beachtliches Niveau“ der Choreograf seine Compagnie gehoben habe.
In Münster fällt der Vorhang für Daniel Goldin am 26. Mai mit „Finissage: quien me quita lo bailado!“











