Medienhaus Lensing
02.07.2009 16:36 Uhr
Schriftgröße: A A A

Theologe Martin Hengel gestorben

Tübingen (dpa) Einer der weltweit bedeutendsten Experten für die Literatur des Urchristentums und antiken Judentums, Prof. Martin Hengel, ist am Donnerstag in Tübingen gestorben. Der evangelische Theologe wurde 82 Jahre alt, teilte die Württembergische Landeskirche in Stuttgart mit.

Artikel aus diesem Ressort
BVB-Fieber in Wembley und Dortmund: Wie ist die Stimmung bei den Fans in London? Was passiert in der Heimat? Mit uns verpassen Sie nichts: Unsere Reporter tickern rund um die Uhr und live vor Ort.

Hengel stammte aus Aalen (Ostalbkreis) und musste als Schüler noch an die Kriegsfront. Später leitete er zehn Jahre lang die von seinen Eltern geerbte Firma, bevor er Theologie studierte. 1969 wurde er Professor für Neues Testament in Erlangen. Von 1972 bis 1992 lehrte er an der Universität Tübingen. Seine zahlreichen Veröffentlichungen wurden in viele Sprachen übersetzt. Hengel war Mitglied vieler renommierter Akademien wie der British Academy und der Königlich-Niederländischen Akademie der Wissenschaften.

In seinem Standardwerk «Judentum und Hellenismus» konnte Hengel nachweisen, dass das antike griechische Denken - das sich etwa in der Weisheitsliteratur niederschlug - bereits zu Lebzeiten Jesu weite Teile des Judentums durchdrungen hatte. Somit kam es nicht erst im zweiten Jahrhundert zu einer nachträglichen Hellenisierung und Verfremdung des jüdisch-christlichen Glaubens, wie viele Forscher im Gefolge Adolf von Harnacks (1851-1930) angenommen hatten.

Meistgelesen | Kultur

Champions-League-Finale

1

"Mia san Mia": So klingt Lorin Maazels Bayern-Hymne

Ein zufriedener Bayern-Fan. Ob Lorin maazel am 25. Mai abends immer noch lächelt?

MÜNCHEN Mit Beethoven und Bruckner kennt sich Lorin Maazel bestens aus. Mit den Bayern und dem BVB weniger. Auf seiner Facebook-Seite ist der 83-jährige amerikanische Dirigent im Trikot des FC Bayern als Spielführer seiner Münchner Philharmoniker zu sehen. mehr...

Oper von Richard Strauss im Theater Münster

2

Die missbrauchte Salome

Salome (Anna Seiltgen) mit dem Kopf des Jochanaan.

MÜNSTER Sie funkelt in ihrem hochgeschlitzten Glitzer-Abendkleid wie tausend Diamanten, wirkt schrecklich entblößt im hautfarbenen Hemdchen, steht am Ende blutbesudelt da: Salome macht in der Inszenierung von Georg Köhl eine rasante Metamorphose durch. Und Annette Seiltgen spielt und singt diese strapaziöse Mörderpartie so berauschend, authentisch und aufwühlend, dass sie zu Tränen rührt. In die „Salome“ des Theaters Münster muss man Taschentücher mitnehmen. mehr...

Ruhrfestspiele

3

Falladas "Trinker" verliert sich im Kunstrausch

Samuel Finzi in Hartmanns »Der Trinker«-Inszenierung.

RECKLINGHAUSEN Sebastian Hartmann hat Hans Falladas Roman "Der Trinker" für die Bühne adaptiert: Entstanden ist natürlich kein sentimentales Rührstück, sondern ein bildermächtiger Kunst-Rausch. Die Kooperation vom Centraltheater Leipzig und dem Maxim Gorki Theater Berlin läuft seit Pfingstsonntag bei den Ruhrfestspielen und das Publikum feierte die Recklinghäuser Premiere mit stürmischem Applaus. mehr...

Moers-Jazz-Festival

4

Ende der Zelt-Ära

Der amerikanische Musiker John Zorn spielte auf dem Moers Festvial in Moers sein Saxophon.

MOERS Ein Ära ging in diesem Jahr in Moers zu Ende – und der Schlusspunkt wartete mit einem Besucherrekord auf: Rund 15000 Musikfans kamen zur 42. Ausgabe des Pfingst-Festivals, das zum letzten Mal im großen Zirkuszelt über die Bühne ging. mehr...

Im Kino

5

Seidls "Paradies: Hoffnung"

Liebe ohne Hoffnung? Melanie (Melanie Lenz) hat ein Auge auf den Diät-Arzt (Joseph Lorenz) geworfen.

Da ist er wieder, Ulrich Seidl. Der beißend sarkastische Moralist, dessen Filme nur ein Thema kennen: die Misere des Menschen, seine Instrumentalisierung nach Kosten und Nutzen, seine bemitleidenswerten Versuche, sich zu trösten. Mit „Paradies: Hoffnung“ legt Seidl nun den Abschluss seines Familien-Triptychons vor. mehr...

Sehenswert

Theater in der Region

Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick. mehr...

Rundgang

Ausstellungen in der Region

Von Malerei bis Fotografie: Ein Rundgang durch diese Ausstellungen lohnt sich. mehr...

Hörenswert
Konzert

Konzerte in der Region

Egal ob Operette, Oper oder Philharmonie: Welche Konzerte sich wirklich lohnen. mehr...

Unesco
Die Fahnen der Mitgliedsländer am Unesco-Hauptquartier in Paris. Dort tagt die 36. Generalversammlung der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Foto: Lucas Dolega

Wird das Ruhrgebiet Weltkulturerbe?

Das Revier macht sich auf in Richtung Weltkulturerbe. mehr...

Überblick
Der Intendant der Ruhrtriennale, Heiner Goebbels. Foto: Caroline Seidel

Ruhrtriennale 2013

Auf der Bühne, in Konzerten und Lesungen: Das ist bei der Ruhrtriennale los. mehr...

Wahrzeichen
Dortmunder "U"

Das Dortmunder U

Von der Brauerei zum Kulturzentrum. Das ist jetzt im Dortmunder U los. mehr...

Neuer Lesestoff
Beim Bücher-Schnäppchenmarkt lassen sich bestimmt ein paar "Glücksgriffe" finden.

Bücher

Einschlafhilfe oder lesenswert? Diese Schmöker sind druckfrisch im Regal. mehr...

Filmkritiken
Scrat aus "Ice Age 3" wirkt in 3D noch possierlicher.

Kino

Welcher Streifen lohnt sich wirklich? Das sind die Tops und Flops auf der Leinwand. mehr...

Kontakt | Impressum | AGB | Nutzungsbasierte Onlinewerbung | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de