Schauspiel Köln: Vom Kapital deformierte Welt in "Mentallica"
KÖLN Es wächst nicht zusammen, was eigentlich auch kaum zusammengehört. So könnte das Motto von "Mentallica", dem Projekt von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner im Schauspiel Köln, lauten.
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Kühnel und Kuttner versuchen nie, ihre Vorlagen gewaltsam in Einklang zu bringen. Sie überlagern sie vielmehr in einer Art theatralen Doppelbelichtung, so dass zwischen ihnen ein spannungsreicher Assoziationsraum entsteht. In pointierten Szenen, die durch Suse Wächters bizarre Puppen zudem einen Hauch Horror-Comic-Atmosphäre verströmen, erzählen sie vom Wahnsinn der letzten 40 Jahre.
Egomanische Rockstars Paul Faßnacht, Andreas Grötzinger und Robert Dölle sind Mentallica. Später wird Jürgen Kuttner als neuer Bassist zu ihnen stoßen. Aber zunächst müssen sie mit Hilfe einer Psychotherapeutin (Suse Wächter) wieder zusammenfinden. Faßnacht, Grötzinger und Dölle sind grandios als egomanische Rockstars. Den Größenwahn der Metallica-Mitglieder überspitzen sie nur ein wenig und offenbaren so die Absurdität des Millionengeschäfts Rockmusik.- Termine: 9.2., 3./15./27./28.3.; Karten: Tel. (02 21) 22 12 84 00.
- www.schauspielkoeln.de









