Ausstellung in Berlin: Gerhard Richter zeigt 140 Werke in der Nationalgalerie
BERLIN Als hätte ihn sein 80. Geburtstag altersmilde gestimmt: Einen Tag nach seinem runden Jubiläum hat der sonst so publikumsscheue Maler Gerhard Richter gestern gut gelaunt seine große Werkschau in Berlin vorgestellt. „Wir wollten das Spannendste zeigen“, sagte er bescheiden. „Wir haben unser Bestes versucht.“
Der Maler Gerhard Richter flüchtet nach der Pressekonferenz zur Eröffnung der retrospektiven Ausstellung "Gerhard Richter: Panorama" in der Neuen Nationalgalerie in Berlin im Presserummel vom Podium. (Foto: dpa)
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In dem spektakulären Gebäude der Neuen Nationalgalerie sind von Sonntag an 130 Werke und fünf Skulpturen Richters zu sehen – neben Ikonen der modernen Malerei wie „Betty“ (1988) oder die „Lesende“ (1994) auch viele unbekannte Arbeiten.
Fotostrecke Gerhard Richter Ausstellung in Berlin
Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer brach schier in Jubel aus: „Es ist cool, es ist super, es ist hinreißend - eine wunderschöne Ausstellung!“
Bei der Auswahl und Zusammenstellung hat Richter, der schon zu Lebzeiten als „Picasso des 21. Jahrhunderts“ gehandelt wird, entscheidend mitgeredet. „Das ist wie ein neues Werk“, sagt er. Beteiligt waren auch die Londoner Tate Modern und das Centre Pompidou in Paris, wo die Ausstellung im Anschluss hinwandern soll.
Selbst der RAF-Zyklus „18. Oktober 1977“, das umstrittenste Werk des Künstlers, ist in Berlin zu sehen – allerdings nicht in der Neuen, sondern in der Alten Nationalgalerie. Elf Jahre nach der „Todesnacht von Stammheim“, als die Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe Selbstmord begingen, hatte Richter die Geschehnisse nochmal aufgegriffen.














