Berlinale vom 9. bis 19. Februar: Filmwelt trifft sich in Berlin
BERLIN Am 9. Februar beginnt die 62. Berlinale. Festival-Leiter Dieter Kosslick verspricht ein spannendes Programm, das die Weltlage mit Geschichten über Auf- und Umbrüche spiegelt. Auch drei deutsche Filme konkurrieren im Wettbewerb um den Goldenen Bären.
Festival-Chef Dieter Kosslick verspricht ein spannendes Porgramm mit geschichten über Auf- und Umbrüche. (Foto: dpa)
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"Ziehen Sie sich warm an", rät Dieter Kosslick den Journalisten, die zur Programmpräsentation erschienen sind. Er warnt damit nicht vor dem bevorstehenden Kunststurm, sondern meint tatsächlich die Wetteraussichten: Sibirienkälte soll Berlin zu Beginn der Filmfestspiele im Griff halten.
Die werden am 9. Februar mit Benoit Jacquots "Farewell My Queen" eröffnet, einem Historienfilm, der die heraufziehende französische Revolution aus der Schlafzimmer-Perspektive von Marie Antoinette beschreibt. Für Kosslick kein entferntes Sujet. Parallelen zum Heute erkennt er in den Tyrannenstürzen des Arabischen Frühlings, auch wenn es in Diktatoren-Stuben "sicher weniger bunt und sexy" zugehe als in den Gemächern der Antoinette.
Afrika-Schwerpunkt
Berlinale-Leiter Kosslick, dessen Vertrag gerade bis 2016 verlängert wurde, wahrt seinen Ruf als Gutelaune-Macher. Als talentierter Programm-Chef gilt er nicht unbedingt. Daran wird vermutlich auch der kommende Wettbewerb nichts ändern.
Ehrenbär für Meryl Streep
Geschichten über Auf- und Umbrüche sollen die Berlinale prägen. Dazu zählen auch die drei deutschen Filme im Wettbewerb: Hans-Christian Schmids "Was bleibt", Christian Petzolds "Barbara" mit Nina Hoss in der Titelrolle sowie Matthias Glasners Drama "Gnade" mit Jürgen Vogel und Birgit Minichmayr.
Neben deutschen Stars werden auch ein paar amerikanische Prominente dem rauen Klima trotzen: Charakter-Queen Meryl Streep, der die Hommage gewidmet ist, Uma Thurman, Antonio Banders, und - "Achtung, Kreischalarm", scherzt der Chef - Teenie-Schwarm Robert Pattinson. Da wird's zumindest auf dem roten Teppich heiß hergehen.











