Stieg Larssons "Verdammnis": Dunkle Rächerin gerät diesmal unter Verdacht
"Verdammnis" ist der zweite Film nach Stieg Larssons "Millenium"-Trilogie und bringt ein Wiedersehen mit dem Enthüllungsreporter und der zähen Amazone, die schon in "Verblendung" für Furore sorgten. Diesmal geht es um Mädchenhandel, Prostitution und Freiern aus den besten Kreisen.
Lisbeth Salander (Noomi Rapace) ermittelt im dubiosen Milieu - sie selbst steht unter Mordverdacht. (Foto: Poly Verleih)
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In "Verdammnis" gibt es eben Charaktere mit Narben, Kanten, Abgründen. Vor allem Lisbeth mit ihrer Geschichte von Missbrauch und Psychiatrie war ein düsteres Faszinosum.
In "Flashback"-Szenen blitzen Episoden auf
Jetzt schlüpft sie erneut in die Rolle der Rächerin gepeinigter Frauen, rupft ein Hühnchen mit Brutalo-Kerlen und anderem Gesocks. Polizeilich gesucht, muss Lisbeth untertauchen. Blomkvist ermittelt auf eigene Faust, überzeugt, dass Lisbeth keine Mörderin ist. Seine Schnitzeljagd führt ihn zu Lisbeths Familie, in "Flashback"-Szenen blitzen Episoden aus ihrem Leben auf. Ein blonder Berserker scheint die Schlüsselfigur zu den Geheimnissen der Vergangenheit zu sein.
Dass Lisbeths dunkle Hälfte im Lauf der Handlung peinlich durchleuchtet wird, nimmt der Figur viel von ihrem Reiz, der gerade im Unausgesprochenen lag. Mit dem Mysterium schwindet das Charisma, obgleich Noomi Rapace immer noch bravourös agiert. Bildsprachlich hat "Verdammnis" (Regie: Daniel Alfredson) weniger zu bieten als der Vorgänger. Optisch und ästhetisch nähert man sich dem Format eines schwedischen TV-Thrillers. Als solcher immerhin solide gemacht.












