Cage und Mendes: "Bad Lieutenant" pfeift auf Moral
"Bad Lieutenant" (1992), die düster gewaltige Passionsgeschichte um einen ausgebrannten Polizisten (Harvey Keitel), war vielleicht Abel Ferraras bester Film. Werner Herzog hat sich für seinen Film von Ferrara den Titel und die Figur des kaputten Cops geborgt.
Eva Mendes als Frankie Donnenfeld und Nicolas Cage als Terence McDonagh. (Foto: ddp)
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Und er ist ein haltloses Kokainwrack, das sich den Stoff aus der Asservatenkammer holt. Cage spielt nah an der Charge. Mit stierendem Blick, nuschelnd und wankend, klappert er Zeugen und Verdächtige ab. Eine Familie wurde erschossen. Die Spur führt ins Dealermilieu, wo Terence sich auskennt. Denn seine Freundin, Callgirl Frankie (Eva Mendes), ist auch keine Kostverächterin. Terence hat Wettschulden, die Dienstaufsicht klebt an seinen Hacken - wie kann er sich heraus winden?
Ballade um einen Antihelden
Der Film hat nicht Ferraras Wucht und Tiefe, gefällt aber als grimmige Ballade um einen Antihelden und "lucky Loser", ganz im Geist der Schwarzen Serie. Bilder, denen das Sonnige ausgetrieben wurde. Tier-"Meditationen", die wie ein Gruß an Terrence Malick aussehen. Dazu ein pastoraler, morbide wispernder Score. Von Werner Herzog war das nicht zu erwarten. Hut ab.












