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Medienhaus Lensing
12.02.2012 07:53 Uhr
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Weltklassesängerin Whitney Houston ist tot

New York (dpa) Whitney Houston ist tot. Die Sängerin starb am Samstagnachmittag in einem Hotel in Beverly Hills bei Los Angeles. Sie wurde 48 Jahre alt.

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Die Nachricht erschüttert nicht nur die USA: Whitney Houston ist tot. Foto: LVNB Archives via the european pressphoto agency (Foto: dpa)

Die Todesursache war zunächst unbekannt. Houston litt aber seit vielen Jahren unter Rauschgift- und Alkoholmissbrauch und hatte im vergangenen Jahr erneut in eine Entzugsklinik gebracht werden müssen.

Die Todesumstände sind rätselhaft. Eine Sprecherin Houstons bestätigte zwar den Tod der Sängerin, aber weder Ursache noch Zeit, ja nicht einmal den Ort. Erst später erklärte ein Polizeisprecher, dass die Sängerin in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben sei. Houston war wegen der Grammys in der Stadt. Am Sonntag werden die wichtigsten Musikpreise der Welt, von den Houston selbst sechs hat, in Los Angeles vergeben.

Zur Todesursache konnte Ermittler Mark Rosen anfangs nichts sagen, ein Verbrechen vermutete er aber nicht: «Wir haben keinen Hinweis auf eine Straftat von außen. Wir untersuchen noch, aber offenkundige Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt es nicht», sagte Rosen am Abend vor dem Hotel, in dem noch die Leiche der Sängerin lag. Ob Drogen im Spiel gewesen seien, könne er nicht sagen. «Wir konnten im ersten Moment keine Hinweise finden, wir stehen aber noch ganz am Anfang unserer Untersuchung.»

Rettungssanitäter hatten nach einem Notruf noch versucht, Houston wiederzubeleben. «Die herbeigerufenen Notärzte haben alles versucht, aber sie konnten nichts mehr tun», sagte Rosen. «Frau Houston wurde um 15.55 Uhr für tot erklärt.» Das ist kurz vor 1.00 Uhr nachts deutscher Zeit.

Houston war Gast im Beverly Hilton, sagte Rosen. Jemand aus ihrem Umfeld habe den Notarzt gerufen. «Ich kann Ihnen nicht genau sagen, wer es war. Aber Freunde, Familie und Mitarbeiter sind anwesend und haben Frau Houston eindeutig identifiziert.» Houston sei in ihrem eigenen Zimmer gefunden worden.

Houston war ein Superstar. Von der Mitte der achtziger Jahre bis weit in die Neunziger hinein regierte sie die Charts. Ihr Song «I Will Always Love You» für den Soundtrack «The Bodyguard» wurde die Liebeshymne einer ganzen Generation und ist weltweit die meistverkaufte Single einer Sängerin. Vor 21 Jahren hatte sie vor dem Super Bowl, dem Endspiel der Football-Meisterschaft, in Tampa in Florida die Nationalhymne mit so viel Gefühl gesungen, dass die Hymne zum ersten und bislang auch einzigen Mal in den Popcharts war.

Nur Stunden vor der Todesnachricht war über neue Projekte für Houston spekuliert worden. Unter anderem sollte sie eine Zukunft in der populären Talentshow «The X-Faktor» haben. Dort sollte sie künftig als Jurymitglied auftreten, hieß es. Auch Stunden nach ihrem Tod meldete ihre eigene Website noch, Houston werde an einer der Grammy-Partys teilnehmen. Die ganze Hoffnung der Sängerin, und auch ihres Umfelds, schien aber auf «Sparkle» zu liegen. Der Film, der auf der Musikkarriere der «Supremes» basiert, soll im August in die Kinos kommen.

Houston machte aber auch mit Rauschgift, Alkohol und eine turbulente Ehe mit dem R&B-Sänger Bobby Brown Schlagzeilen. Immer wieder hatte sie Phasen, in denen sie am Ende ihrer Kräfte schien. Im vergangenen Jahr hatte sie wieder in eine Entzugsklinik gemusst.



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