Am Sonntag: Kreative Wagen beim Schubkarrenrennen
SCHERMBECK Aus dem weiten Umkreis Schermbecks strömten Tausende Besucher am Sonntag zum Altschermbecker "Schloss Pipi-Ring", um ein nicht alltägliches Rennsportspektakel mitzuerleben. Das 16. Schubkarrenrennen wartete.
Lust auf Spiele hatte diese Gruppe ganz offensichtlich. (Foto: Scheffler)
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Bahn-Chef Ludwig Stenkamp strahlte. Für das 16. Schubkarrenrennen, das die Kolpingsfamilie in der Nachkriegszeit veranstaltete, hatten sich 24 Gruppen gemeldet.
Die Bahntechniker Franz Kreienkamp, Herbert Loges, Wolfgang Thiemann und Peter Hülsdünker führten mit einer gefüllten Mistkarre den Zug auf dem Weg zum Marienheim an, wo Heimleiter Klaus P. Optenhövel die Gäste als Vertreter der Ortsgruppe „Fideles Marienheim von 1868“ innerhalb des Missionswerkes Rheinischer Frohsinn mit „Macht et jot“ begrüßte.
Fotostrecke Schubkarrenrennen
Durch das Baugebiet Erler Straße, über die Lessingstraße und die Erler Straße ging es zurück zum Schlopi-Ring. Die Blaskapelle „Einklang“ heizte das Rennfieber an. Der radelnde Streckenkontrolleur Klaus Speckamp gab die Strecke frei. In der ersten von insgesamt vier Runden stellten sich die einzelnen Gruppen vor. In der zweiten Runde ging es um die Schnelligkeit.
Als schnellste Gruppe raste der Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck die Schloßstraße hinab, bog elegant in die Erler Straße ein, nahm windschnittig die Hennewig-Kurve und bewältigte souverän den Anstieg zum Ziel bei Nappenfeld.
33 Sekunden reichten für den Sieg der Karre, die unter dem Motto „Euro-Rettungsschirm“ stand. Nur eine Sekunde weniger benötigte der Unimog-Papst Walter Huhn mit seiner Mannschaft. Dritter wurde die Handballabteilung des SV Schermbeck, die auf den Frost in der unbeheizten Dreifach-Turnhalle aufmerksam machte.
Viel Einfallsreichtum bewiesen alle Karrenbauer. Reichlich Lob gab’s vom Moderator Engelbert Bikowski, der am Start die Gruppen vorstellte und mit Witzen die Wartezeit verkürzte.
Die Gruppen
Zehn „Golden Girls“-Keglerinnen machten sich als „Frau sucht Bauer immer noch“ auf den Weg.
Ein Freundeskreis war „Wild auf Schuhe“.
„Wann wird`s mal wieder richtig Sommer?“, fragte der Kegelclub „Good wood“.
Die „Bären“-Kegler beteiligten sich mit zwei Karren. „Das einzig wahre Oktoberfest“ und „Kegeln mit Kokosnuss“.
Zur „Hüttengaudi“ luden Feuerwehr-Hauptwache und Kegelclub „Voll daneben“ ein.
„Ich scheiß auf die Dichtheitsprüfung“, meinten die „Blähboys“.
Die SVS-Leichtathleten nannten ihre Karre „10 Jahre Schermbeck genießen“.
Als „Cindys aus Schermbeck“ kamen Mitglieder der Frauengruppe „Querbeet“. › „Wir können auch noch länger“, versicherten die „Abgewixxten“ Doppelkopfspieler.
„Scheiße, wir sind blau“, gestand ein Uefte-Altschermbecker Freundeskreis zum grün-blauen Farbenwechsel bei der Polizei.
„Ist der Hirsch mal wieder geil, quert er die Brücke waidmannsheil“, fiel der Gruppe „Frühschoppen & Friends“ zur A 31-Wildbrücke ein.
Die SV-Fußballer erinnerten an das 100-jährige Bestehen des SV Schermbeck.
Kate und William samt Throngefolge brachte der Kegelclub 100 % - 1000 %o auf den Ring.
Die „Urlaubsgruppe 1“ erinnerte an den in Rüste gefangenen Räuber Michalski.
„Das rasende O“ nannten jene Einklang-Bläser ihre Karre. › Der Stammtisch ehemaliger Pfadfinder hatte die Karre des Zieglers vor der Verbands-Sparkasse zum Vorbild genommen.
Zu einem tollen „Hingucker“ wurde der „Party-Pussy-Bus“ des „Mädelstammtischs“.
Messdienerinnen aus Altendorf-Ulfkotte erfreuten das Publikum mit ihrem „Traumschiff-Surprise“.
Der Kegelclub „Wickie und die starken Männer“ beschloss den Reigen mit seiner „Muppetsshow.“












