Angelfreunde: Behinderte fischen in Gahlener Gewässern
GAHLEN Am Wochenende wirft die Behindertensportgruppe der Oberhausener Lebenshilfe in Gahlen ihre Leinen aus. Die Angelfreunde Hiesfeld veranstalten auf ihrem Vereinsgelände ein gemeinschaftliches Angeln. RN-Volontärin Maren Volkmann sprach mit dem Vorsitzenden des Dinslakener Vereins, Ulrich Weiner.
Das Freundschaftsangeln fand bereits im vergangenen Jahr statt. (Foto: privat)
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Die Betreuer der behinderten Angler suchten damals Angelpaten. Die Behinderten besitzen zwar einen Bundesfischereischein – allerdings mit einer Auflage: Sie dürfen nur in Begleitung angeln. Also luden wir die zehn behinderten Angler und ihre vier Begleiter vor zwei Jahren ein und verbrachten ein ganzes Wochenende an unserem Gewässer in Schermbeck-Gahlen.
Was motiviert sie dabei?
Es ist einfach eine tolle Sache, den Behinderten das Angeln ermöglichen zu können und sie nicht auszugrenzen. Wenn man sieht, wie viel Spaß es ihnen macht, wird einem ganz warm ums Herz.
Behinderte und Angeln – wie passt das zusammen?
Die Angler der Behindertensportgruppe sind mit Begeisterung bei der Sache, haben einen Mordsspaß. Durch ihre körperlichen Einschränkungen können sie natürlich bestimmte Sachen nicht machen, wie zum Beispiel einen Fisch vom Haken lösen – dafür sind wir aber ja da. Im Mittelpunkt steht ohnehin die Kameradschaft, beispielsweise abends gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen und zu klönen. Bislang ist alles immer reibungslos verlaufen, es gab nie Probleme.
Sie sind ein Dinslakener Verein. Wieso haben Sie Ihre Gewässer ausgerechnet in Schermbeck-Gahlen?
Als der Verein im Jahr 1968 gegründet wurde, hatten wir die ersten drei Jahre kein eigenes Gewässer, mussten unter anderem am Kanal und an anderen öffentlichen Plätzen angeln. Als wir das Gewässer in Schermbeck-Gahlen angeboten bekommen haben, haben wir sofort zugeschlagen. 10 Hektar Wasserfläche haben wir gepachtet. Der größte Teil unser Mitglieder kommt aus Dorsten und Schermbeck.
Was erwartet die Behinderten-Angelgruppe am kommenden Wochenende?
Am Freitagnachmittag trifft der Trupp ein, dann wird erst einmal das 40 Quadratmeter große Zelt aufgebaut, in dem die Angler auf Feldbetten schlafen werden. Private Spender und ein Angelgerätehersteller haben freundlicherweise Schlafsäcke für die Behindertengruppe gespendet, die am Freitag überreicht werden. Dann wird gemeinsam gegrillt, geangelt und am Lagerfeuer gesessen.
Und die Fische landen auf dem Grill?
Wenn wir etwas fangen, könnte es auch durchaus passieren, dass wir einen Fisch grillen (lacht).









