Löcher nach Unfällen: Provisorischer Duftzaun hält das Wild fern
RAESFELD/SCHERMBECK "Die Straßenbehörde hatte doch schnelle Abhilfe versprochen. Das Unfall-Loch im Wildzaun klafft aber immer noch." Dies teilten uns Leser mit, die regelmäßig die B 224 zwischen der Kreuzung Freudenberg und Erle befahren. Stimmt - stimmt aber auch nicht.
Nach einem Unfall auf der B 224 klafft ein neues Loch im Wildzaun. Duftstoffe sollen jetzt provisorisch das Wild daran hindern, auf die Straße zu laufen. (Foto: Guido Bludau)
- 100. Treffen Münzfreunde feiern ihr kleines Jubiläum
- 500 Euro Schaden Unbekannter beschädigte Landrover und fuhr davon
- An einer Tankstelle Mit Gullydeckel Scheibe eingeworfen
- Mehrere tausend Euro Schaden Unbekannte brachen in das Vereinsheim des TSV Raesfeld ein
- Förderung vom Bund LED-Straßenbeleuchtung für Teile von Raesfeld und Erle
"Das ist richtig und gleichzeitig falsch", sagt dazu RVR-Förster Christoph Beemelmans, "denn der Schaden war bereits behoben, aber nach einem weiteren Unfall gab es dann ein neues Loch im Zaun."
Starker Geruch schreckt ab
Die Gefahr, dass sich durch diese Lücke Wild auf die Straße verirrt, sei aber höchst gering. "Ich sichere die Unfallstelle sofort durch einen so genannten Duftzaun ab", erklärt Beemelmans, "dazu wird im betroffenen Bereich ein starker Geruch aufgetragen, der das Wild fern hält." Diese Markierung werde so lange erneuert, bis der Zaun repariert ist.
Auf die gleiche Weise werden auch drei Lücken gesichert, die dauerhaft offen bleiben müssen: Zufahrten zum Forsthaus und zu Forstwegen. Beemelmans: "Hier werden demnächst metallene Wegeroste installiert, die dem Wild die Querung unmöglich machen."
Hilfe aus Hünxe
Aus leidvoller Erfahrung hat der RVR-Revierförster einen wichtigen Tipp, an den sich Autofahrer im Falle den (Un-)Falles erinnern sollten: "Im Dreiländereck zwischen den Kreisen Recklinghausen, Wesel und Borken ist die Zuordnung der Unfallstelle an der B 224 oft schwierig.
Wer Eins-eins-null anwählt, landet meist bei der Kreispolizei Borken. Weil man dort in der Zentrale aber wenig ortskundig ist, dauert es mitunter bis zu einer Stunde, bis die Polizei vor Ort ist. Man sollte daher beim Notruf ausdrücklich einen Streifenwagen der Wache Hünxe anfordern. Die kennen sich gut aus und sind schnell zur Stelle."










