"Ne Mule vull Platt“: Hedwig Stratmann-Täpper gibt plattdeutsche Geschichten heraus
KIRCHHELLEN Hedwig Stratmann-Täpper führt das Werk ihres Mannes Theo Täpper fort und veröffentlicht u.a. Geschichten und Anekdoten auf Plattdeutsch.
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Theo Täpper bekümmerte es, dass sich in den bildungsbeflissenen ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg die falsche Ansicht verbreitete, die plattdeutsche Sprache sei ein Hemmnis für Geistesbildung und gesellschaftliche Stellung. Mehr und mehr wurde sie deshalb vernachlässigt, verdrängt. So begann er, Anekdoten aus dem Alltagsleben zu schreiben: zunächst in Hochdeutsch mit zaghaft eingestreuten Äußerungen seines „Öhme Herm“ in der „Modersproke“.
Bald aber entwickelten sich die plattdeutschen Geschichten in Kirchhellener Mundart zu seinem Markenzeichen: „Lot us ne Mule vull Platt kürn“. Über 20 Jahre lang wurden sie wöchentlich gern gelesen. 1990 begann Täpper mit dem Kursus „Plattdütsch – nun auch in der VHS“, mit 25 Teilnehmern im Alter zwischen 14 und 50 Jahren.
Zusammengefasst
Die Kurse fanden damals an insgesamt 13 Abenden jährlich immer montags für anderthalb Stunden in der Hauptschule statt. Seit 1998 ist seine Witwe mit der Fortführung des Kurses betraut, die noch heute mit zwei jährlichen Semestern im Kulturzentrum Hof Jünger stattfinden.
Nun hat sich Hedwig Stratmann-Täpper die Mühe gemacht und einige dieser Geschichten und Anekdoten zusammengefasst. Was sie handschriftlich zusammengetragen hat, wurde von Hans Schäper in den Computer übertragen und druckfähig gestaltet. Zur Erleichterung des Verständnisses wurden die Texte auch ins Hochdeutsche übersetzt und als „Vötellekes van Theo Täpper“ in einem Heft veröffentlicht.










