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Vor allem Hunde zählen zu Janina Eideckers Patienten, die sie nun mit ihrer mobilen Praxis aufsucht. (Foto Archiv Janina Eideckers)
"Unser Beruf ist nicht geschützt, weshalb sich jeder im Grunde Tierheilpraktiker nennen kann", sagt die 29-Jährige, die 2008 an einer privaten Schule in Münster die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin abgeschlossen hat und seitdem alternative Heilmethode jenseits der Schulmedizin anbietet.
Tier steht im Mittelpunkt
Organisiert ist sie im „Ältesten Verband der Tierheilpraktiker Deutschland“ organisiert. Diese Dachorganisation setzt sich für die Anerkennung des Berufes ein und bietet ein Netzwerk an verschiedenen Spezialisten. Denn: „Niemand kann alles. Ich habe mich auf Hunde, Pferde und Katzen spezialisiert. Mit ganz kleinem Getier tue ich mich schwer, da bin ich dann auch ehrlich und verweise an einen Kollegen.“
Das Tier steht bei Janina Eidecker, die seit einem Jahr in Drensteinfurt wohnt und ihre Herberner Patienten per „mobiler Praxis“ in ihrer gewohnten Umgebung vor Ort versorgt, im Mittelpunkt. Dennoch führt sie das erste Gespräch mit dem Besitzer. „Man muss sich Zeit nehmen, denn in diesem Gespräch ergeben sich oft Details, die für die spätere Behandlung des Tieres wichtig sind.“
Ähnlich wie beim Menschen benötigt eine Behandlung durch den Tierheilpraktiker ebenfalls Zeit. „Das geht nicht von heute auf morgen. Das muss jedem klar sein.“
Kaum noch Vorurteile
Janina Eidecker behandelt unter anderem chronische Schmerzen oder Allergien, nutzt dazu klassische Homöopathie wie Bach-Blüten oder moderne Technik wie die Bioresonanz-Therapie. „Natürlich stimme ich mich, falls vorhanden, mit dem behandelnden Tierarzt ab.“ Die große Mehrheit der Veterinäre sei dabei sehr kooperativ, es gebe nur noch vereinzelt negative Vorurteile.
Der Tierheilpraktiker scheint sich also in der Praxis durchzusetzen – es fehlt im Grunde nur noch die staatliche Anerkennung.
Kontakt:
Informationen und Terminabsprachen gibt es unter Tel. (02508) 3059428.