Viele Pläne: Andreas Hauke will die Kompetenz des Sixtus-Hospitals stärker darstellen
HALTERN Andreas Hauke ist nicht ins Sixtus-Hospital gekommen, um alles auf den Kopf zu stellen. Aber natürlich hat er Pläne, Bausubstanz und Abläufe neu zu strukturieren.
Die Chirurgische Abteilung des St. Sixtus-Hospitals wird renoviert. Geschäftsführer Andreas Hauke hofft, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sind. (Foto: Holger Steffe)
Zwei Büros
Er pendelt zwischen seinen Büros in Dorsten und Haltern, zurzeit verbringt er allerdings wesentlich mehr Zeit in Haltern. „Hier fühle ich mich sehr wohl. Ich schätze die familiäre Atmosphäre und das gute Team.“ Er nutzte die ersten drei Monate für Gespräche und Bestandsaufnahme und wird beides fortführen. Sein Ziel ist dabei klar definiert: Andreas Hauke will das Sixtus-Hospital zukunftssicher ausrichten und die hohe Kompetenz des Hauses stärker in der Öffentlichkeit darstellen.
Die Situation auf dem Gesundheitssektor verschärft sich. „Für kleine Häuser ist es allgemein schwer, mitzuhalten“, sagt Andreas Hauke. Haltern sei eine schöne Stadt, aber Fachärzte ziehe es in Ballungszentren, Honorarkräfte seien teuer. Deshalb kann Haltern nur im Klinikverbund bestehen. Die Kooperation gelingt in der gynäkologischen Abteilung, sie wird ausgebaut in der Chirurgie. Zum 1. Januar übernimmt Dr. Klaus-Peter Riesener neben Marl auch die Chirurgie in Haltern, Dirk Schulze-Bertelsbeck aus Marl wird auch in Haltern Chefarzt der Unfallchirurgie.
Eine neue leitende Oberärztin komplettiert das Team. Offizielle Begrüßung im Sixtus-Hospital ist am 17. Januar. Generell liegt die Zukunft in der Zusammenführung und Rotation medizinischer Kompetenzen, Haltern allein kann sich eigene, anerkannte Chefärzte mit Spezialgebieten nicht mehr leisten. „Gerade Spezialisten aber brauchen wir, um die Patienten aus Haltern und der Region an unser Haus zu binden“, betont Andreas Hauke. Der Patient müsse die Gewissheit haben, dass er in Haltern optimal versorgt ist.
Investitionen
Das Krankenhaus will stärker in die Kardiologie investieren, die Tumorchirurgie ausbauen und die Diabetologie wieder stärken. Geplante Veränderungen in 2012 wird Andreas Hauke begründen. Sie seien nicht immer zum Vorteil eines jeden Mitarbeiters, immer jedoch zum Vorteil des Krankenhauses. Hauke glaubt an die motivierten Mitarbeiter und bittet um Vertrauen: „Ich möchte Erwartungen und keine Ängste schüren.“ Andreas Hauke arbeitet seit 28 Jahren im St.-Elisabeth-Krankenhaus Dorsten, wohnt in Marl und schätzt Haltern. „Es gibt viel zu tun. Hier finde ich eine gute Basis vor.“


















