Jeanette in den USA: Zu Halloween tanzten die Village People
DORSTEN In der neuesten Folge ihres Internet-Blogs erzählt Schwimmerin Jeanette Dietrich von den Halloween-Feiern an ihrer Uni St. Bonaventure im US-Bundesstaat New York und von ihrer Leidenschaft für den deutschen Bundesliga-Fußball.
Jeanette Dietrich (li.) und Papa Schlumpf (re.). (Foto: Privat)
Und so lief „YMCA“ rauf und runter in unserem Appartement und wir perfektionierten den weltberühmten Tanz. Gemeinsam mit all unseren Freunden, die als Feen, Superman, Römer, Ninja Turtles, Schlumpf oder Schmetterling unterwegs waren, hatten wir also einen guten Halloween-Samstag.
Wiedergutmachung
Und auch dieses Jahr war Halloween wieder eine kleine Wiedergutmachung für den verpassten Karneval.
Am nächsten Tag ging es dann weiter mit Wiedergutmachungen für verpasste, typisch deutsche Unternehmungen. Mit zwei Freundinnen habe ich mir das Fußballspiel unseres Teams angeguckt und es absolut genossen. Und auch wenn die Trikots nicht königsblau und die Fangesänge nicht deutsch waren, so konnte ich mich trotzdem am Spielgeschehen erfreuen. Nur der Schiedsrichter hat diese Freude mit einer unglaublich schlechten Leistung etwas gemindert, was mich dazu verleitet hat, ihn lauthals zu kritisieren. Meine Freundinnen und die anderen Zuschauer waren leicht überrascht von meiner plötzlichen Fußballleidenschaft, zeigten aber vollstes Verständnis als ich diese mit meiner Nationalität begründete.
Nach dem Spiel habe ich Deutschland allerdings schon ein wenig vermisst, denn schließlich verpasse ich erneut die gesamte Bundesliga-Saison. Aber spätestens zur Schalker Meisterfeier bin ich ja wieder im Lande...
Zum Basketball
Die Fußballsaison unseres Teams ist jetzt allerdings schon zu Ende. Da kommt es natürlich gelegen, dass die Basketballsaison gerade anfängt. Mit einem 87:61-Erfolg über „Mansfield“ sind die Basketballspieler heute in ihre Saison gestartet. Das Spiel habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Nach dem Erfolg freue ich mich jetzt noch etwas mehr auf die Saison und hoffe, zu möglichst vielen Spielen gehen zu können.
Doch neben all den anderen Sportarten gibt es ja auch noch meine eigene, um die ich mich zu sorgen habe. Im Training läuft weiterhin alles bestens und die nächsten drei Wochenenden stehen drei Wettkämpfe an. Wir starten dieses Wochenende mit einem Wettkampf in Buffalo gegen „LaSalle“ und „Dusquene“. Der Wettkampf ist für unseren Trainer wichtiger als die meisten anderen kleinen Wettkämpfe, da die beiden Teams unsere stärksten Gegner bei unserem Hauptwettkampf Ende Februar waren.
In der folgenden Woche geht es dann nach Cleveland State. Auch das wird ein sehr anstrengender Wettkampf, da wir uns morgens auf die etwa vierstündige Anreise machen, dann den Wettkampf schwimmen und abends dann wieder zurück zum Campus fahren müssen.
Erst Wettkampf, dann Shoppen
Die bisher längste Busfahrt steht aber in drei Wochen an. Es geht nach Michigan State. Da die Fahrtzeit etwa sieben bis acht Stunden beträgt, reisen wir bereits donnerstags ab, um dann Freitag den Wettkampf zu schwimmen. Den Samstag werden wir mit dem gesamtem Team zum Shoppen nutzen, bevor wir uns dann Sonntag wieder auf die Rückreise machen werden.
Und mit den Resultaten und anderen Neuigkeiten aus St.Bonaventure werde ich mich dann selbstverständlich wieder melden. Bis dahin wünsche ich alles Gute und einen nicht allzu kalten November.














