Dienstag, 09. Februar 2010
Registrieren | Neu hier?
Passwort vergessen
Keine Krawalle
"Kinderschänder-Demo": Eltern wollten Bürger aufrütteln
Von André Förster am 28. Juni 2009 15:16 Uhr
DORSTEN "Wir wollen keine Kinderschänder in Dorsten!" Dieser Satz war am Samstag auf den T-Shirts von Sascha und Heike Hendrikx zu lesen. Zu einer "Demonstration gegen Kinderschänder" hatte das Ehepaar aufgerufen.

0629DN-DEMO-1
Zogen durch die Innenstadt: die Teilnehmer der Demonstration am Samstag.
Foto: Förster
Im Januar 2009 hatte ein 49-jähriger Dorstener die siebenjährige Tochter der Familie Hendrikx sexuell missbraucht. Vor dem Landgericht Essen war der Täter zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren sowie zur Teilnahme an einer Therapie verurteilt worden.
 
Für die Eltern eine zu milde Strafe: "Diese Kinderschänder bekommen doch immer nur Bewährung", so Sascha Hendrikx, der sich von der Demo ein Aufrütteln der Bürger erhoffte: "Wir müssen endlich etwas unternehmen."

Im Vorfeld des Protestzuges, an dem sich letztlich rund 100 Menschen  beteiligten war es zu Spannungen gekommen, da Neonazis angekündigt hatten, den Fall der Hendrikx´ zum Anlass für einen öffentlichen Auftritt ihrerseits zu nehmen. Hans-Bernd Tekotte, Einsatzleiter der Polizei, konnte diese Bedenken am Samstag jedoch aus dem Weg räumen: "Ein paar Rechte haben wir zwar gesichtet, doch insgesamt ist die Lage ruhig", so Tekotte.

Linke Autonome separiert

 
Stress machte dagegen eine Gruppe linker Autonomer. Sie wurde von der Polizei separiert, da in einem Rucksack ein pyrotechnischer Gegenstand gefunden wurde. "Ein klarer Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und somit Grund genug für uns, einzuschreiten", so Einsatzleiter Tekotte.

Kritik äußert das Ehepaar Hendrikx auf seiner Internetseite am "Versager" Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, der sich trotz Einladung nicht an der Demonstration beteiligte. So heißt es im Web: "Wen wundert es da, dass so viele Menschen die Rechten wählen wollen? Uns nicht mehr."

Drucken    Versenden

ZEITUNG ZUR PROBE
Lust auf mehr? Jetzt 1 Woche kostenlos testen > hier

 Weitere Nachrichten aus diesem Ressort
Wetter in Dorsten
Nahraum: Neue Fotos aus Dorsten
Warum muss Pfarrer Hellkuhl gehen?
HELLKUHL, SIEGBERT.jpgPfarrer Hellkuhl muss Wulfen und Deuten in diesem Jahr verlassen. Was meinen Sie zur Abberufung? Ist das womöglich die Antwort des Bistums, weil St. Matthäus und Herz-Jesu gegen eine Fusion der katholischen Gemeinden im Dorstener Norden sind?
Schlagloch-Alarm in Dorsten!
SCHLAGLOCH NEU ONLINE.jpgDer harte Winter hat den Straßen mächtig zugesetzt. Schlagloch reiht sich mancherorts an Schlagloch. So kann es nicht weitergehen.
TED-Umfrage
Pfarrer Hellkuhl verlässt Wulfen/Deuten
Pfarrer Siegbert Hellkuhl musst Wulfen/Deuten in diesem Jahr verlassen. Ihre Meinung:
Schade, Pfarrer Hellkuhl war beliebt und hat gute Arbeit geleistet.
Kein Problem, das ist nunmal das Los eines katholischen Pfarrers.
Ein Skandal, die Abberufung kommt ganz bewusst zum jetzigen Zeitpunkt.
Worüber sollen wir berichten?
Ihre Idee unser ThemaWas bewegt Sie in Dorsten? Was ist Ihnen passiert? Wir wollen es wissen! Geben Sie uns Tipps, versorgen Sie uns mit Anregungen für unsere Berichterstattung.
Mehr zu diesem Thema
Rosenmontagszug
Der Dorstener Rosenmontagszug wird in diesem Jahr so groß wie schon lange nicht mehr. Die Route des Närrischen Lindwurms finden Sie hier.
Mehr zu diesem Thema
Wegweiser zu den Schulen
Auf welcher weiterführenden Schule melde ich mein Kind an? Unser Online-Portal soll Eltern dabei helfen, die richtige Schule für ihr Kind zu finden.
Mehr zu diesem Thema
Hier kommt die Jugend zu Wort!
Spannende Geschichten über junge Menschen in unserer Stadt. Umfragen zu Themen, die Jugendliche interessieren. Tipps zu Büchern, Filmen und CDs. Und natürlich eine regelmäßige Umfrage. All das findet Ihr an dieser Stelle.
Ruhr.2010 in Dorsten
Ruhr.2010Mit einem vollen Programm unterstützt Dorsten das Kulturhauptstadtjahr. Alles rund um die Dorstener Projekte sowie das komplette Dorstener Programm zu Ruhr.2010 finden Sie hier an dieser Stelle.
Nachbarschaft
MÜNSTER/BOTTROP Der Mann hat da vermutlich etwas falsch verstanden. Nachdem die Polizei einem 46-Jährigen ein Fahrverbot aufgebrummt hatte, benutzte der Mann trotzdem die A2. Nur fuhr er nicht mit dem Auto - sondern spazierte als Fußgänger über die Autobahn bei Herten. mehr...

HALTERN Mit Empörung reagieren antifaschistische Kreise auf die öffentliche und unverhohlene Häme aus der Neonaziszene nach dem Tod des Halterner Ehrenbürgers Alexander Lebenstein.
mehr...
Ticketshop
boppinBoppin B
Die ehemalige Vorband von Sasha heizt mit Rock'n'Roll der 50er Jahre ordentlich ein! Tickets...
Mehr Tickets
Alle Tickets...