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Keine Krawalle
"Kinderschänder-Demo": Eltern wollten Bürger aufrütteln
Von André Förster am 28. Juni 2009 15:16 Uhr
DORSTEN "Wir wollen keine Kinderschänder in Dorsten!" Dieser Satz war am Samstag auf den T-Shirts von Sascha und Heike Hendrikx zu lesen. Zu einer "Demonstration gegen Kinderschänder" hatte das Ehepaar aufgerufen.

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Zogen durch die Innenstadt: die Teilnehmer der Demonstration am Samstag.
Foto: Förster
Im Januar 2009 hatte ein 49-jähriger Dorstener die siebenjährige Tochter der Familie Hendrikx sexuell missbraucht. Vor dem Landgericht Essen war der Täter zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren sowie zur Teilnahme an einer Therapie verurteilt worden.
 
Für die Eltern eine zu milde Strafe: "Diese Kinderschänder bekommen doch immer nur Bewährung", so Sascha Hendrikx, der sich von der Demo ein Aufrütteln der Bürger erhoffte: "Wir müssen endlich etwas unternehmen."

Im Vorfeld des Protestzuges, an dem sich letztlich rund 100 Menschen  beteiligten war es zu Spannungen gekommen, da Neonazis angekündigt hatten, den Fall der Hendrikx´ zum Anlass für einen öffentlichen Auftritt ihrerseits zu nehmen. Hans-Bernd Tekotte, Einsatzleiter der Polizei, konnte diese Bedenken am Samstag jedoch aus dem Weg räumen: "Ein paar Rechte haben wir zwar gesichtet, doch insgesamt ist die Lage ruhig", so Tekotte.

Linke Autonome separiert

 
Stress machte dagegen eine Gruppe linker Autonomer. Sie wurde von der Polizei separiert, da in einem Rucksack ein pyrotechnischer Gegenstand gefunden wurde. "Ein klarer Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und somit Grund genug für uns, einzuschreiten", so Einsatzleiter Tekotte.

Kritik äußert das Ehepaar Hendrikx auf seiner Internetseite am "Versager" Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, der sich trotz Einladung nicht an der Demonstration beteiligte. So heißt es im Web: "Wen wundert es da, dass so viele Menschen die Rechten wählen wollen? Uns nicht mehr."

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