Diskussionsabend: Schneider will keine Schulform platt machen
DORSTEN Es war sozusagen Wahlkampf in der Höhle des Löwen. Mit Spruchbändern wie "Wir brauchen keine zweite Gesamtschule" oder "Wir sind klein und überschaubar, Lehrer kennen alle Schüler" hatte die Erich-Klausener-Realschule im Schulfoyer deutlich gemacht, was sie von den Schulüberlegungen von SPD und Grünen hält.
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Schulentwicklungsplan mit Bürgerbeteiligung
Hans-Udo Schneider erklärte, dass es auch in Dorsten "dringenden Handlungsbedarf gibt". Denn in der Lippestadt besuchten überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendlichen eine Förderschule, bekämen weniger ausländische Schüler eine Lehrstelle als im Landesschnitt.
Der Bürgermeister-Kandidat forderte einen neuen Schulentwicklungsplan mit Bürgerbeteiligung. "Ich will keine Schulform platt machen, sondern den Elternwillen entscheiden lassen." Deswegen müssten auch Optionen diskutiert werden wie eine Gesamtschule oder eine Gemeinschaftsschule im Schulzentrum Holsterhausen.
Zwei Lager prallten unversöhnlich aufeinander
Dass es aber nicht nur einen Elternwillen gibt, zeigte die anschließende Diskussion, in der die beiden Lager (Verfechter des dreigliedrigen Schulwesen und die Gesamtschul-Anhänger) mal wieder unversöhnlich aufeinander prallten. "Es ist schade, dass wir hier wieder in die Grabenkämpfe der Siebziger Jahre verfallen", konstatierte Marlies Stotz abschließend.
Hans-Udo Schneider präsentierte sich als Verfechter der Gesamtschule: "Wir haben hier mit Schermbeck und Wulfen zwei sehr gute, die es schaffen, Bildungsdefizite auszugleichen." Seine sechs Kinder seien alle gerne zur Gesamtschule nach Wulfen gegangen.


















