Perfekter Kunsthandwerkermarkt
LEMBECK Ein Jahr Vorbereitung und Organisation, sorgfältige Auslese der 140 Ausstellern aus ganz Deutschland, Spanien, Frankreich und Belgien und ein frisches Konzept: Rund 7 000 Besucher bewiesen am Wochenende, dass der KunstHandwerkerMarkt perfekt ins kulturelle Sommerleben passte.
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Strahlender Sonnenschein ließ bunte Glaskunst funkeln, der metallene „Koch“, als Parklaterne gestaltet, konnte die Birne getrost auslassen, Schaukeln und Hängematten luden zur kurzen Pause am Schlossgraben ein. Dabei blieb so mancher Blick an den blauen, rostroten und weißen Fahnen hängen. Tomas Jeckel, Projektkünstler und Handwerker, hatte den Schlosspark mit den wehenden Bahnen in Landschaftskunst verwandelt. „fließArt“ ist die aktuellste Installation, die blauen Fahnen wandern durch ganz Europa und sollen neues Bewusstsein für Wasser wecken.
Kunstgenuss und Gaumenfreuden
Kunstgenuss und Gaumenfreuden gehörten am Wochenende absolut zusammen: „Käsemeister Halbach“ lockte bereits im Tordurchgang, der Park duftete nach elsässischen Flammkuchen, ofenfrischen Brezeln und schwäbischem Bauernbrot, zum Abschluss gab‘s ein frisches Bauernhof-Eis oder gesunde Apfelchips.
„Ganz bewusst haben wir auch die Gastronomie-Aussteller handverlesen“, betont Anke Peters, die Organisatorin. Unikate sind sie alle, die Handytaschen, Lampen und Broschen bei „filzfrieda“. Seit vier Jahren arbeitet Katrin Schulz mit dem „eigenwilligen“ Filz, zaubert Froschkönige und Blüten - die Handarbeit, die ihr als Grafikerin am PC fehlte.
Leben von der Kunstarbeit
Auch Iris Buchmann kann von ihrer Kunstarbeit leben. Eigentlich wollte sie nach Kanada auswandern, heute reist sie mit ihren Kerzen über Kunsthandwerkermärkte. Pyramiden, Kugeln und Türme gießt sie aus Stearinwachs, das weniger rußt und länger brennt als Paraffin - so leuchten Motive wie der „Nordische Liebeszauber“ in dunklen Nächten besonders lang.
Interessant, schön und lecker war‘s in Lembeck, der selbstgebaute Drachen in der Garage, handgedruckte Papierservietten auf dem Tisch und Ötztaler Ursalami in der Speisekammer werden noch eine Weile daran erinnern.
















