4. Februar
Matthias Rauch gibt eine Zugabe
Die erste Show war ruckzuck ausverkauft, also tritt der Zauberer nochmal auf. mehr...
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DORSTEN Das erwartete Millionen-Geschäft für die Stadt würde die Gründung von eigenen Stadtwerken nicht werden. Und sie wäre auch nicht die Lösung des Atlantis-Problems. Dies erklärten Bürgermeister Lambert Lütkenhorst und Kämmerer Wolfgang Quallo vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.
Das Büro Rödel und Partner stellte den Politikern am Mittwochnachmittag in nicht-öffentlicher Sitzung die Ergebnisse ihrer Vorstudie vor. "Mit exakten Zahlen", so Lütkenhorst. Und einem Szenario, ab wann sich Stadtwerke rechnen würden. Ernüchterndes Ergebnis dabei: Dass die Atlantis-Defizite als Verluste von Stadtwerken abgeschrieben werden können, ist höchst fraglich geworden. "Die Finanzämter erkennen eine solche Querfinanzierung kaum noch an", so Quallo.
Strategischer Partner
Die Stadt könne auf diese Art zwar Steuern sparen, aber eher im unteren sechsstelligen Bereich. "Und dieser Gewinn müsste mit einem strategischen Partner noch geteilt werden", so Lambert Lütkenhorst. Denn alleine seien Stadtwerke für eine Stadt in der Größenordnung Dorstens nicht zu stemmen. Denn das technische und betriebswirtschaftliche Know-how müsse dann komplett neu aufgebaut werden.
Gänzlich verabschieden müsse man sich von dem Gedanken, selbst in den Vertrieb zu gehen. "Denn da müsste Dorsten im Wettbewerb mit anderen Anbietern stehen", so Lütkenhorst. "Über den Verkauf von Strom lässt sich kein Geld verdienen", erklärte Wolfgang Quallo. Mit 50 Euro pro Kunde sei zu rechnen, doch ob überhaupt viele Dorstener als Kunden zu gewinnen seien, sei eher fraglich.
Langer Vergleichsstreit droht
Ein großes Fragezeichen steht auch hinter dem Wert, den das Netz hat. "Denn das wird von der RWE natürlich ganz anders geschätzt als von den Gutachtern", so Quallo. Ein langer Vergleichsstreit sei demnach zu befürchten. "Und erst nach der Übernahme ist klar, welche Netzentgelte die Regulierungsbehörde genehmigt."
Die Verwaltung erwartet nun Fingerzeige seitens der Politik. Es dürfte ein schwieriger Prozess werden, so Lütkenhorst. Zu überlegen sei, ob die Stadt bei der Ausschreibung der Konzession, die 2013 ausläuft, ein Angebot abgebe, um alle Optionen offen zu haben
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