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5754 Besucher beim Dorstival
Von Berthold Fehmer am 23. August 2009 01:14 Uhr
DORSTEN Fast 6000 Besucher konnten die Organisatoren am Freitag und Samstag beim Dorstival auf der Hürfeld-Halde begrüßen. Ein Spektakel der besonderen Art.
Blondinbootz hatten die Menge schnell auf ihrer Seite.
Foto Berthold Fehmer
„Public Address“ eröffnete den Reigen am Freitag und „Candy Car“ zogen in der Mittagshitze des Samstags die Menschen vor die Bühne. Der Auftritt von „Vertikal“ geriet zum unterhaltsamen Happening mit Konfetti und Wasserpistolen. „Hey, die Feuerwehr macht gar nicht mit - Muss das erst brennen hier?“, brüllte „Dipsomania“-Frontmann Dirk Karwinski die Halde hinauf. Und als der Pogo vor der Bühne zu versiegen drohte, stellte er die Frage: „Was ist, ihr Pussies, könnt ihr nicht mehr?“ Das laut feiernde, große Auditorium beim musikalischen „Außenseiter“ des Dorstivals, Rapper Nizzla, stand der wild tanzenden Meute bei den Rock- und Metalbands in nichts nach.

Eine Prise Woodstock

Auftritte, wie von den „Scandinavians“ verfolgte das Publikum aufmerksam in gemütlicher Distanz, da man den Sound überall gut hören konnte. Für eine Prise „Woodstock“ sorgten „Grass is green“ mit „With a little help from my friends“ und die selbst ernannten „Mittelschichtsmilchbubis“ von „Fabian & das Stromorchester“ stellten den Jimi Hendrix
an der Sechssaitigen. Bei lokalen Truppen wie „Awake from falling“, „Sadness of hope“ (die in Zukunft „Serenade“ heißen werden) oder „Underwater Affair“ wurde es richtig eng vor der Bühne. Schade nur, dass die Tontechnik bei letzteren nicht mitspielte.

Front-Flummi

Die Gäste aus Dorstens Partnerstadt Crawley, „Us & Them“ und „Floors and walls“ um Front-Flummi Alex Adams, brachten frische, ausgefeilte und mitreißende Musik mit. Nach ihrem Auftritt mussten sie Autogramme auf CDs, die sie kostenlos verteilten, und Schlagzeugstöcken schreiben.

Herzerwärmend

„Wollt ihr die volle Dröhnung? Dann seid ihr genau richtig!“, rief „Live/Wire“-Sänger Karsten Hertzog der Meute zu. Aus Zeitgründen wurde in der „Sin City“ Dorsten aber nicht über den „Highway to hell“ gebrettert.
Bei empfindlich kühlen Temperaturen erwärmten „Los Placebos“ nach Mitternacht Herzen und Extremitäten mit perfektem Reggae und Ska und „The Back Doors Man“ spielten ein intensiv-mäanderndes Spät-60er-„Doors“-Konzert. Samstag um 1 Uhr, nach „Project F.L.O.W.“, läuteten die Glocken von Pink Floyds „Time“ zum Finale. 
 
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