Suche nach Kompromiss: Verkaufsoffene Sonntage werden neu diskutiert
BOCHUM Die verkaufsoffenen Sonntage werden schon ab dieser Woche wieder Teil der politischen Beratungen sein. Mit einer abgeschwächten Version der ursprünglichen Vorlage soll der vergangene Woche gefasste Ratsbeschluss „korrigiert“ werden.
Schwammig erscheint seit Mittwoch die Zustimmung im Bochumer Rat zur Kompromiss-Lösung für die verkaufsoffenen Sonntage. (Foto: Maren Volkmann)
- Arbeitsunfall beim Bochumer Verein 24-Jähriger in Transportwagen eingeklemmt
- Steven Sloane machte die Jahrhunderthalle zur doppelten Kathedrale Brücken von Bach nach Israel
- "Cyrano de Bergerac" Rohde hat die Nase vorn
- Bösch inszeniert "Die Ratten" Drama im Fantasie-Milieu
- Street-Artisten-Show Urbanatix trotzt der Schwerkraft
Gestrichen ist demnach der Muttertag und ein Termin im Oktober. Alle anderen Sonntage seien eng mit Veranstaltungen in den Stadtteilen abgestimmt, so Runge.
Chancen nutzen
„Wir können mit dieser Version leben“, ergänzt die Geschäftsführerin. Ob die Ratsfraktionen dies auch können? „Es ist ein Versuch wert“, betont SPD-Fraktionschef Dieter Fleskes. „Es musste sowohl qualitativ als auch quantitativ etwas passieren.“ Die Streichung des verkaufsoffenen Muttertags habe einen symbolischen Charakter.
Fleskes sagt aber auch: Diejenigen, mit fundamentaler Überzeugung, werde das nicht umstimmen. „Es ist jedoch richtig, die Chance zu nutzen, ein anderes Ergebnis zu erzielen“, sagt Fleskes. Erwartungsgemäß sehen Linke und Soziale Liste das anders.
Ansehen des Rats
Ein Umstoßen des Ratsbeschlusses könne nur das Ansehen des Rates beschädigen, sagt Günter Gleising (Soziale Liste). Er sieht „ in den vorhandenen Ladenöffnungszeiten genügend Spielraum für den Einzelhandel attraktive Angebote zu entwickeln, der Sonntag muss nicht dazugehören“.


























