Bochumer Symphonie: Konzerthaus: Hoffnung schwindet
BOCHUM Ein weiterer Rückschlag für den Bau einer Bochumer Symphonie. Das erhoffte Geld der Landesregierung gibt es nicht. Die Stadt darf keinen Cent zahlen. Und damit stehen nur die Hälfte der für den Bau benötigten Mittel bereit. Abgeschrieben haben die Konzerthaus-Befürworter das Projekt aber noch nicht.
Die Bochumer Symphonie existiert bislang nur auf einem Plakat - nun bat die Oberbürgermeisterin die Spender in einem Brief um Geduld. (Foto: Maiß)
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Hoffnung schwindet
Damit scheint die letzte Hoffnung für das Konzerthaus zu schwinden. Die Stadt darf ihren ursprünglich angedachten Anteil von 15 Millionen Euro nicht zahlen. In diesem Punkt hat sich Regierungspräsident Helmut Diegel, der die städtischen Finanzen kritisch überwacht, klar geäußert. Zitat: „Ein Konzerthaus kann sich die Stadt nicht leisten.“ Das Land NRW scheinbar auch nicht.
Haushaltssperre
Dennoch: „Wir können die Bücher nicht zumachen“, betont SPD-Chef und Symphonie-Liebhaber Dieter Fleskes. Im Gegenteil: „Wir brauchen das volle Programm.“ Damit meint Fleskes das gesamt Kultur-Quartier mit Symphonie und dem Kammermusiksaal in der Marienkirche. Auch dessen Finanzierung steht noch aus, obwohl das Land die 80 Prozent-Förderung bereits zugesagt hat. Doch der Eigenanteil der Stadt steht – wie bei der Symphonie – unter der Haushaltssperre. An einen Umbau der Marienkirche im Jahr der Kulturhauptstadt glaubt inzwischen keiner mehr.
Kleineres Konzerthaus?
Jetzt überlegen die Symphonie-Befürworter, wie es weiter gehen kann. Alternativen werden geprüft. Immerhin haben 50000 Menschen für den Bau der Symphonie gespendet, viele Millionen zusammen getragen. Vielleicht muss dieses bürgerliche Engagement ausreichen. Dann allerdings für ein deutliche kleineres Konzerthaus .



















