Verkauf von Silvester-Böllern gestartet
Ratingen (dpa) Startschuss für die Böller: Verbrauchermärkte, Drogerien und Discounter haben am Dienstag (29. Dezember) mit dem Verkauf von Feuerwerkskörpern für die Silvesternacht begonnen.
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Handel und Industrie erwarten, dass die Bundesbürger auch in der Krise nicht am Silvester-Feuerwerk sparen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass in schwierigen Zeiten gern ausgiebig gefeiert werde, um Probleme des Alltags wenigstens für kurze Momente hinter sich zu lassen, erklärte Klaus Gotzen, Geschäftsführer des Verbandes der Pyrotechnischen Industrie (VPI), in Ratingen.
Der Verkauf läuft bis zum Silvestertag. Die Preise liegen in diesem Jahr laut VPI wegen gestiegener Fracht- und Rohstoffkosten etwas höher als im vergangenen Jahr. Die Feuerwerkskörper sind abermals professioneller, größer und bunter geworden. Im Trend liegen sogenannte Systemfeuerwerke, in denen die Hersteller mehrere Dutzend Effekte bündeln, die innerhalb von zwei Minuten abbrennen. Inzwischen lassen sich mehrere solcher Batterien zu einer Plattform verbinden, so dass ein beinahe professionelles Feuerwerk zu sehen ist. Die Feuerwerksbatterien enthalten bis zu 500 Gramm Explosivmasse; im Vorjahr waren es in der Regel höchstens 200 Gramm. Die Raketen steigen mehr als 60 Meter hoch.
Das Feuerwerk darf nur in der Silvesternacht abgebrannt werden. Neu in diesem Jahr ist das Verbot, Feuerwerk in der Nähe von Fachwerkhäusern anzuzünden. Mehrere Fachwerk-Städte wie zum Beispiel Hameln und Goslar in Niedersachsen haben bereits angekündigt, dass sie dieses Verbot wegen der Brandgefahr strikt durchsetzen werden und hohe Bußgelder bei Verstößen angedroht. Seit jeher verboten ist die Knallerei in der Nähe historischer Gebäude, Schlösser, Burgen und Residenzen sowie Altenheimen, Kirchen und Krankenhäusern.
Polizei und Behörden warnten in mehreren Bundesländern vor dem Import illegaler Feuerwerkskörper aus Ländern wie Polen und Tschechien. Feuerwerk ohne die Zulassung des Bundesamtes für Materialwirtschaft und -prüfung (BAM) entspreche nicht den deutschen Sicherheitsstandards und könne gefährliche Folgen für Leben und Gesundheit haben. Zudem machen sich die Benutzer strafbar nach dem Sprengstoffgesetz. Nach Angaben der bayerischen Polizei wurden allein in diesem Jahr zweieinhalb Tonnen verbotene Böller in Autos von Reisenden im Grenzgebiet sichergestellt.











