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Allmählich Entspannung im europäischen Flugverkehr
am 23. Dezember 2009 17:30 Uhr
Nach tagelangem Schnee-Chaos zeichnet sich im europäischen Flugverkehr allmählich Entspannung ab. Trotz einer fast schneefreien Nacht hatte sich stark eingeschränkte Betrieb auf dem Frankfurter Flughafen aber auch bis Mittwoch (23. Dezember) noch nicht ganz normalisiert.
Verspätungen
Verspätungen am Flughafen Frankfurt: Der Betrieb an Deutschlands größtem Airport hat sich noch nicht wieder normalisiert. (Bild: dpa)

Der Flughafenbetreiber Fraport zählte bis zum Mittag mehrere Dutzend gestrichene Flüge. Sie seien aber das Resultat der Wetterkapriolen an anderen europäischen Flughäfen, erläuterte Flughafen-Sprecher Jürgen Harrer.

In Dresden wurde der Flugbetrieb am Mittwoch wegen Schneefalls für mehrere Stunden eingestellt, einige Flüge wurden umgeleitet. Ein Flugzeug des Billigfliegers Ryanair kam auf dem schottischen Flughafen Prestwick von der eisglatten Landebahn ab. Die Maschine vom Typ Boeing 737 mit 129 Passagieren an Bord konnte nicht rechtzeitig stoppen und hielt im schneebedeckten Gras. Verletzt wurde niemand.

Wie die größte deutsche Airline Lufthansa am Mittwoch mitteilte, musste sie zwischen Sonntag und Dienstag exakt 700 Flüge streichen. Schwerpunkt der Annullierungen sei Frankfurt gewesen - dort sorgt die Basis der Lufthansa-Flotte für einen Großteil der täglich etwa 1250 Starts und Landungen auf dem Frankfurter Flughafen. Er ist einer der weltweit größten Airports, in Europa sind nur London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle ähnlich groß.

Nach heftigen Schneefällen waren alle drei Pisten des größten deutschen Luftdrehkreuzes in der Nacht zum Dienstag für vier Stunden komplett gesperrt worden. Dadurch waren nach Betreiberangaben am Montag 230 und am Dienstag 134 Flüge ausgefallen. Hinzu kamen hunderte Verspätungen und Umbuchungen. 8000 Passagiere saßen in der Nacht zum Dienstag fest - etwa 5000 von ihnen kamen in Hotels unter, der Rest übernachtete teilweise auf Feldbetten im Flughafen.

Nicht unmittelbar aufs Winterwetter zurückzuführen war dagegen die Notlandung einer Linienmaschine der spanischen Fluggesellschaft Spanair. Der Airbus A321 steuerte auf dem Flug von Madrid nach Las Palmas de Gran Canaria wegen eines Triebwerksschadens den Flughafen von Sevilla an, berichtete der staatliche Rundfunk RNE. Die 185 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon und konnten mit einer Ersatzmaschine auf die kanarische Insel weiterfliegen.

 
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