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Medienhaus Lensing
10.12.2009 21:37 Uhr
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Mediziner und sein Musical: Professor Dr. Grönemeyer turnt mit über 1000 Zuschauern

DORTMUND In eine gigantische Turnhalle verwandelte sich am Donnerstagabend die Dortmunder Westfalenhalle 3. Ein exklusiver Veranstaltungsort mit einem prominenten Sportlehrer: Über 1000 Besucher haben sich von Professor Dietrich Grönemeyer Tipps für einen bewegten Alltag verordnen lassen – und diese auch gleich in die Praxis umgesetzt.Von Alexandra Heimken

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Professor Dietrich Grönemeyer bei seinem Vortrag in der Westfalenhalle. (Foto: Dieter Menne)

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Die Turneinheiten, die der Professor aus Bochum für unsere Gesundheitsserie „Fit in den Winter“ verordnet hatte, waren längst nicht alles: Der Abend ging schon schwungvoll los.

Ein bestens aufgelegter Grönemeyer stürmte unter großem Beifall die Bühne. Dann gab‘s erst einmal wertvolle Tipps fürs Publikum: Der Mediziner appellierte ans persönliche Verhalten („Eigenverantwortung ist das Allerwichtigste“) und räumte mit Mythen auf („Bei Rückenschmerzen liegt es nur in vier Prozent der Fälle an der Bandscheibe, 90 Prozent kommen durch verspannte Muskeln“).

Einfach nur zuschauen war nicht drin

Schon nach wenigen Minuten hatte der Professor sein Publikum fest im Griff. Seine Anekdoten und Sprüche quittierten die Zuschauer mit spontanem Lachen und viel Applaus. Allerdings: Einfach nur zurücklehnen und zuhören war nicht drin.



„Bitte stehen Sie jetzt auf und geben Sie sich selbst hinter dem Rücken die Hand“, lautete eine Anweisung des Professors. Die Reaktionen im Saal: Irgendwo zwischen Gekicher und Gestöhne, denn viele „Turner“ hatten an dieser Aufgabe zu knacken. Auch der „Flamingo-Stand“ inklusive einbeiniger Kniebeugen hatte es in sich. Aber: „Mit diesen Übungen trainieren sie über 50 Prozent Ihrer Muskeln“, rechtfertigte Grönemeyer seine „Anschläge“. Charmant-witzige Unterstützung bekam der Professor von Moderator Malte Arkona („Tigerenten-Club“). Er pickte sich besonders erfolgreiche Turner aus dem Publikum – und tröstete auf witzige Art diejenigen, die noch ein bisschen trainieren müssen, um so gelenkig zu werden wie Professor Grönemeyer.

"Nicht verbittert sein"

Der bekannte Mediziner ist zwar sehr fit und beweglich, aber kein Asket: „Nicht verbittert und verbiestert sein. Auch eine Currywurst ist mal drin. Aber Sie müssen sich dann bewusst machen, was Sie da gerade gegessen haben.“ Mehr Bewegung, mehr Obst und Gemüse, weniger Zucker, weniger Fleisch („Aus Respekt vor den Tieren und für unsere Gesundheit“) – dann sind kleine Ernährungssünden durchaus drin.

Erwachsene, und das betonte Grönemeyer immer wieder, müssen nicht nur auf sich selbst Acht geben – sie sind in erster Linie verantwortlich für die Gesundheit des Nachwuchses. Und für deren Bildung: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass unsere Kinder schlauer werden als wir selbst.“

Warmes Wasser für einen flotten Stoffwechsel

Schlauer als vor der Veranstaltung war das Publikum ganz bestimmt: Der Professor sprach ein beherztes Plädoyer für Haferflocken zum Frühstück, riet zu erwärmten Wasser für einen flotten Stoffwechsel und erklärte, warum Light-Produkte nicht dünn machen („Ersatzstoffe führen dazu, dass der Körper nach mehr fordert“). Diejenigen, deren Wissensdurst noch nicht gestillt war, löcherten Dietrich Grönemeyer anschließend noch mit vielen Fragen.

Barbara und Thomas Hanowski waren extra für die Show aus Borken angereist. Es hat sich gelohnt: „Ein kurzweiliger und unterhaltsamer Abend.“ Professor Grönemeyer gab das Lob zurück: „Ein wunderbares Publikum. Es hat mir heute unheimlich viel Freude gemacht.“ 


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