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Der Knigge fürs Büro
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Darmstadt Ein Gerät, das Schokoriegel in kleine Stücke zerteilt, braucht eigentlich niemand. Studenten der TU Darmstadt haben trotzdem so etwas entwickelt - bei einem Wettbewerb, der sie auf spätere Herausforderungen im Job vorbereiten soll.
Dieses Krokodil kann kräftig zupacken: Bei einem Wettbewerb haben Darmstädter Studenten eine Zerteilmaschine für Schokoriegel entwickelt. (Foto: Boris Roessler) (Foto: dpa)
Der Sieger hat nicht nur ein Maul wie ein Krokodil, er kann auch kräftig zupacken: Innerhalb von 2 Minuten kann er 13 Schokoriegel zerkleinern. Es ist jedoch kein gefährliches Reptil, das Studenten der Technischen Universität Darmstadt der Öffentlichkeit vorstellen. Sie haben vielmehr einen elektrischen Schokoriegel-Trenner entwickelt - und sich damit in einem Wettbewerb gegen zwei konkurrierende Teams durchgesetzt. Insgesamt 17 Studenten haben sich in den vergangenen Monaten am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule mit dieser Aufgabe befasst, die sie an spätere berufliche Herausforderungen heranführen soll.
Wichtige Voraussetzung für den Erfolg: «Die Methodik muss anwendbar sein», sagt der 26 Jahre alte Diplom-Ingenieur Carsten Neupert, der das nach seiner Einschätzung deutschlandweit einmalige Projekt leitet. So eine Vorgehensweise zu entwickeln sei «Voraussetzung für eine gute Produktentwicklung».
Die Aufgabe der vergangenen Monate lautete konkret: Wie wird ein Schokoriegel am besten zerschnitten, zerkleinert oder zerbrochen? Der Sieg war knapp, und am Ende war das Tempo entscheidend. Die Gewinner der Gruppe drei - Simone Rudolph, Yeji Park, Van Hau Tran, Stefan Namyslo, Andreas Michel und Zheng Zhao - waren sich einig: Schneiden ist besser als Brechen. «Beim Brechen kann im schlimmsten Fall etwas Vermatschtes herauskommen», erklärt Namyslo. Bei dem von der Gruppe entwickelten Gerät, auf dessen Gehäuse ein munter blickendes Krokodil prangt, kommt die Süßigkeit in eine Lade, wird gegen ein Gitter mit drei Klingen gedrückt und in vier Teile zerschnitten.
Praxisnähe spielte für die Studenten eine Rolle, etwa in der Küche. «Es kann unter fließendem Wasser oder in der Spülmaschine gereinigt werden», pries Tobias Fritzsche von der Gruppe eins das Gerät «Kitkatschreck» an. Die Gruppe fand auch heraus: Beim Brechen des Schokoriegels werden dessen Kanten viel unsauberer als beim Zerschneiden. Die Klingen setzten hier nacheinander an.
Anders die Gruppe zwei mit dem Gerät «Kracher». Die sechs Studenten hatten sich als einzige Teilnehmer für das Brechen des Schokoriegels entschieden. «Beim Zerschneiden ist der Kraftaufwand höher», begründete Konja Wick. Und beim Bruch sei die Kante trotzdem sauber.
Die Themen des Wettbewerbs werden laut Neupert «in einer Kreativrunde» festgelegt. «Sie müssen schon Emotionen wecken und einmalig sein», sagte er. Für jedes Thema gelte: «So etwas gab es noch nie.»
Ausgefallen waren auch die in der Vergangenheit geforderten Entwicklungen: Ein «Kariesschreck» (2011) dosierte Zahnpasta aus der Tube direkt auf die Zahnbürste. Im Jahr davor wurden «Kekstrenner» gebaut. Sie sollten Doppelkekse in zwei Einzelkekse und Schokoladencreme trennen.
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