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Mehrere Diebstähle

„Antänzer“ muss für 30 Monate ins Gefängnis

Werne Ein Asylbewerber begeht in der Manier eines „Antänzers“ in Werne verschiedene Straftaten. Weil das Alter des Mannes nicht ganz klar ist, stellen sich die Richter die Frage: Verurteilen wir ihn nach Erwachsenen- oder nach Jugendstrafrecht?

„Antänzer“ muss für 30 Monate ins Gefängnis

Das Gericht in Dortmund schickte einen Asylbewerber ins Gefängnis. Foto: dpa

Alte Männer auf der Straße, angetrunkene Kneipengäste und Imbissbuden-Betreiber: Vor einem dreisten Antänzer war fast niemand sicher. Jetzt muss der Mann ins Gefängnis.

In der Dönerbude hatte sich der Angeklagte offenbar ganz genau ausgeguckt, dass der Betreiber seine Geldbörse und sein Handy neben die Registrierkasse gelegt hatte. Also bestellte er einen Döner – und als der Gastronom sich umdrehte, um das Fleisch vom Spieß zu schälen, langte er blitzschnell zu und suchte dann das Weite.

Ein weiterer Tatort lag an der Bonenstraße, wo der Angeklagte vor einer Kneipe einen nach draußen laufenden Gast verfolgte. Ganz in der Kölner Silvester-Manier tanzte er an den Passanten an – und schnappte sich die Geldbörse mit 400 Euro aus dessen Tasche.

Gehbehinderten Mann ausgeraubt

Ganz besonders gemein war schließlich eine Tat am Markt. Dort hatte sich der Mann postiert, um nach geeigneten „Opfern“ Ausschau zu halten. Als sich ein gehbehinderter Mann näherte, brachte er diesen mit einem Fußtritt zu Fall und stahl ihm dann die Geldbörse. Inhalt: mehr als 100 Euro.

Dass die vom Amtsgericht Lünen in erster Instanz verhängte Strafe von zweieinhalb Jahren Haft dafür mehr als angemessen ist, stellten die Dortmunder Berufungsrichter ziemlich schnell klar. So ging es in der Verhandlung vornehmlich nur noch um die Frage, ob der Asylbewerber nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht zu verurteilen war.

Medizinisches Gutachten zum Alter

Die Lüner Richter hatten eigens ein medizinisches Gutachten eingeholt, nach dem die Angaben des Angeklagten, er sei erst 18 Jahre alt, mit ziemlicher Sicherheit falsch sind.

Die Dortmunder Richter wollten trotzdem nicht so weit gehen und den Angeklagten wie einen Erwachsenen behandeln. Seine Strafe wird er deshalb nun wohl in einem Jugendgefängnis verbüßen – mit ganz anderer pädagogischer Betreuung. An der Höhe der Strafe änderte sich im Vergleich zur ersten Instanz aber nichts.

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