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Höhere Gebühren

Eltern, Stadt und Land zahlen mehr für OGS

Vreden Der finanzielle Bedarf für den offenen Ganztag ist gestiegen. Der Ausbau der Kapazitäten hat aber nicht nur etwas mit der wachsenden Nachfrage zu tun. Wie hoch wird die Erhöhung der Gebühren ausfallen? Die Antwort gab es im Ausschuss.

Eltern, Stadt und Land zahlen mehr für OGS

Die Stadt investiert neben den laufenden Kosten auch in bauliche Ausstattung, so in diesem Jahr in die Mensa der St.-Norbert-Schule, im Bild die Einweihung im Oktober.Archiv Foto: Foto: privat

Die Eltern von Grundschülern in Vreden müssen sich auf höhere Gebühren für die Teilnahme am offenen Ganztag (OGS) einstellen. Der Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss hat in seiner vergangenen Sitzung dafür gestimmt, die Jahresbeiträge gestaffelt um zwischen einem und acht Euro im Jahr anzuheben. Die Staffelung richtet sich nach dem Jahreseinkommen der Eltern.

Aber nicht nur den Eltern muss die nachmittägliche Betreuung ihrer Kinder etwas mehr wert sein. Die Stadt reagiert ebenfalls auf den gestiegenen finanziellen Bedarf, der inzwischen in diesem Bereich besteht: Der städtische Zuschuss soll künftig pro Jahr und OGS-Kind auf 435 Euro steigen. Vorgesehen ist darüber hinaus, dass dieser Betrag sich ab 2019 künftig jährlich um drei Prozent erhöht – die Elternbeiträge sollen jeweils für drei Jahre stabil bleiben. Das hat der Ausschuss jetzt einstimmig als Empfehlung an den Rat beschlossen.

Das Land beteiligt sich ebenfalls finanziell, wobei die Mittel den Schulen für die OGS zugutekommen: Diese Förderung liegt bei 766 Euro pro Kind und Schuljahr, bei Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sind es 1529 Euro. So wie die Stadt es jetzt vorhat, gibt es beim Land nun auch schon eine automatische jährliche Steigerung von drei Prozent.

Für die Stadt stellt die Erhöhung ihres Zuschusses einen großen Sprung dar: Er liegt aktuell noch bei 360 Euro je Kind und Schuljahr. Seit 2005 sei dieser Betrag im Grunde nicht mehr erhöht worden. „Wir reagieren mit diesem Schritt darauf, dass die Fördervereine in diesem Jahr den Bedarf dazu angemeldet haben“, erklärte Erster Beigeordneter Bernd Kemper am Montag auf Anfrage der Redaktion.

Hoch geschätzte Arbeit

Die Stadt hätte theoretisch die Möglichkeit, den Beitrag der Eltern mit ihrem eigenen zu verrechnen. Doch darauf verzichtet sie bewusst und zahlt ihren Anteil ohne Abzug: „Wir wollen damit auch unsere Wertschätzung ausdrücken. Die offenen Ganztagsschulen leisten hervorragende Arbeit.“

Hinzu komme, dass die Trägerschaft durch die Fördervereine für einen minimalen Kostenaufwand sorge: „Wir unterstützen die Vereine dabei soweit möglich und falls gewünscht auch in organisatorischer Hinsicht.“ Bernd Kemper ist überzeugt, dass mit den aktuellen Beschlüssen eine auskömmliche Finanzierung für die OGS in Vreden gesichert ist.

Frage der Qualität

Dass Eltern und Stadt künftig mehr für die OGS an der Norbert- und der Marienschule zahlen, hängt mit den gestiegenen Kosten zusammen. Beim Personal habe es Stundenerhöhungen gegeben, ebenso habe es Lohnerhöhungen gegeben. Nicht zuletzt geht es um die Qualität der OGS: Was sie an Möglichkeiten überhaupt hat, hängt vom finanziellen Rahmen ab.

Bei all dem geht es nicht um kleine Beträge. Das zeigt ein Blick auf die entsprechenden Zahlen: Rund 489.000 Euro flossen allein im vergangenen Jahr an die beiden offenen Ganztagsschulen in Vreden – Mittel, die vom Land, der Stadt und nicht zuletzt eben auch den Eltern aufgebracht worden sind.

Ohne ausreichend Personal lässt sich ein Angebot im Offenen Ganztag nicht organisieren. Neben den festen Ansprechpartnern für die Gruppen gehören dazu auch Kräfte für Personal, Betreuung und Hausaufgaben sowie Honorarkräfte zum Beispiel für Sport oder Schach und die Essensausgabe.

Die Bedeutung dieses Angebots ist kontinuierlich gewachsen. Im Jahr 2005 startete die OGS St. Norbert mit 16 Kindern; heute sind es dort 128 Jungen und Mädchen, an der Marien-Schule 90.

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