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Backaktion der Kolpingfrauen

Hörnchen für den guten Zweck

Südlohn Mit 14.000 Hörnchen fahren die Kolpingfrauen auch in diesem Jahr zum Weihnachtsmarkt. Sie mussten früh anfangen mit dem Backen.

Hörnchen für den guten Zweck

Seit 2005 backen die Frauen der Kolpingsfamilie Südlohn und einige Helferinnen Hörnchen, die sie auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen. Der Erlös fließt unter anderem in die monatlichen Treffen mit den Koloping Kids. Foto: Beneke

Es dampft und brutzelt im Jugendtreff Oase. Schon vor dem Gebäude weht der Duft der vielen Hörnchen über den Gehweg. 14.000 Stück haben die Kolpingfrauen – teils gemeinsam mit den Kolpingkids – im vergangenen Jahr gebacken. Auch in diesem Jahr haben sie diese Zahl erreicht, dafür treffen sich die Frauen bereits seit September regelmäßig.

Jeden Montag haben die Frauen in zwei Schichten ihre Hörncheneisen heißlaufen lassen. „Etwa eine Minute braucht der Teig, bis er richtig durchgebacken ist“, sagt Claudia Brücker (Foto).

Hörnchen für den guten Zweck

Das Ganze sieht zwar ein wenig chaotisch aus, hat aber System: Jede backende Frau bedient zwei Eisen gleichzeitig, während neben ihr die jeweilige Back-Partnerin die fertig gebackenen Hörnchen mit dem kegelförmigen Hörnchenroller in Form bringt. Schnell muss das gehen, bevor das warme, noch biegsame Gebäck sich versteift.

Wenn das Eisen kaputt ist
16 Eisen sind am Dampfen. Drei liegen als Ersatzeisen auf einem Tisch neben den Frauen. Klar, gehe bei all dem Gebacke auch mal ein Hörncheneisen kaputt, erklärt Sabine Büscher. Da Eisen teuer sind, behelfen sich die Frauen meist nicht mit einem Gang in den Elektromarkt, sondern bringen die kaputten Geräte erst mal zu Anton Wentholt, dem Vater von Sabine Büscher. Er kümmert sich um die Reparatur. Meist liege es am Stecker oder an einem Kabel im Eisen, wissen die Frauen inzwischen.

Für den Teig für die 14.000 Hörnchen ist Irmgard Geiß zuständig. Einfach ist es für sie nicht immer, an die großen Mengen Mehl, Butter und Eier zu kommen. Insgesamt habe sie sicher etwa 150 Kilogramm Mehl verbacken, schätzt Geiß.

Neun Eimer aufeinander

„Zuhause rühre ich alles in kleinen Portionen an“, sagt Irmgard Geiß. Sind die Hörnchen erst gebacken, nimmt Geiß sie wieder mit zu sich nach Hause, um sie bis zum Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt zu lagern. Solange müssen die Enkel auf ihr Spielzimmer verzichten, denn dort stapeln sich seit September die blauen und grauen Eimer, die einmal 50 und einmal 25 Hörnchen fassen. „Neun Eimer passen aufeinander, dann erreichen sie die Decke“, sagt Geiß.

Nun sind die Frauen fertig mit Backen. Am Freitag allerdings müssen sich Hörnchen-Fans beeilen, um noch welche zu ergattern. „Die sind begehrt, beim letzten Mal dauerte es keine Stunde, da waren alle weg“, erinnert sich Irmgard Geiß.

Angefangen hat die Back-Aktion übrigens im Jahr 2005. „Damals lag es bei den Jugendgruppen im Argen, da wollten wir etwas tun und haben uns überlegt, womit wir Geld verdienen könnten, um die Kinder zu unterstützen“, sagt Geiß. Daher geht das Geld, das die Frauen mit den Hörnchen einnehmen, auch in diesem Jahr unter anderem an die Kolpingkids, die Oase und andere Projekte.

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