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Losbergschule

Neue Schulbücherei hält 1001 Abenteuer bereit

STADTLOHN Die rote Tür zum Raum 062 der Losbergschule verbarg bislang nur alte Schulbänke, Stühle und nicht benötigte Unterrichtsmaterialien. Wer die Tür aber jetzt öffnet, der kann die Villa Kunterbunt betreten. Oder ein Floß, um mit Huckleberry Finn Abenteuer auf dem Mississippi zu bestehen. Oder gar die Nautilus, um eine Reise 20.000 Meilen tief ins Meer zu wagen. 1001 Abenteuer warten in der neuen Schulbücherei, die am Dienstagmorgen feierlich eröffnet wurde.

Neue Schulbücherei hält 1001 Abenteuer bereit

Simon Tegelkamp vertieft sich in der neuen Schulbücherei ein Minecraft-Buch. Foto: Stefan Grothues

„Das sieht ja toll aus“, ruft Nele Caspars (11) aus der 6c. Sie und ihre Freundin Lea Hüppe (11) zählen zu den Ersten, die in die neue Bücherei stürmen, nachdem ihr Mitschüler Tobias Reher beim Festakt das rote Band durchgeschnitten hatte.

Schulleiterin Birgit Kentrup strahlt nicht weniger als die beiden Mädchen. „Ich freue mich total. Wir haben lange dafür gekämpft und jetzt haben wir es tatsächlich geschafft.“ 1000 Bücher warten in den schicken grauen Regalen auf die jungen Leser. Bunte Sitzwürfel und ein Podest laden zum Verweilen und zum Schmökern ein. Ein Ort zum Wohlfühlen.

Die Sparkassenstiftung, die Stadt Stadtlohn und der Förderverein haben die Mittel für Bücher und Einrichtung bereitgestellt. Möglich wurde das Projekt auch, weil sich viele andere Stadtlohner engagiert haben, sagt Birgit Kentrup und nennt die Firma Bücker Raumkonzepte, die Buchhandlung Bücherzeit und die öffentliche Bücherei St. Otger. Der ganze Aufwand für Lesen auf Papier? Ist das denn noch sinnvoll im digitalen Zeitalter? Für die beiden Deutschlehrerinnen Rabea Klaas und Insa Uysal, die das Bücherei-Projekt betreuen, ist das keine Frage: Bücher lassen Bilder im Kopf entstehen. Bücher helfen, zur Ruhe zu kommen. Bücher eröffnet fremde Welten und erweitern den Horizont. Lesen hilft beim Schreiben. Und vor allem: Bücher machen Spaß.

Leseförderung notwendig

Die Begeisterung für die neue Schulbücherei, die die Sechst- und Siebtklässler am Dienstag zeigten, kann über eines nicht hinwegtäuschen. „Es wird viel zu wenig gelesen, gerade auch von Hauptschülern“, sagt Lehrerin Rabea Klaas. „Wir haben Schüler, die haben nicht ein einziges Buch zuhause.“ Rabea Klaas und Insa Uysal wissen aber auch: „Gerade die jüngeren Schüler lassen sich für Bücher begeistern“. Darum finden nun regelmäßig Deutschstunden in der neuen Schulbücherei statt. Auch in den Mittagspausen steht sie allen Schülern offen.

Haben denn die beiden Lehrerinnen einen Lesetipp, den sie den Schülern besonders ans Herz legen möchten?

Rabea Klaas empfiehlt Schülern ab 14 den Thriller „Erebos“ von Ursula Poznanski, der sich um eine geheimnisvolles Computerspiel dreht. „Die virtuelle Welt reicht bis ins Reale, und dann eskaliert das Ganze.“

Insa Uysal richtet den Blick gen Himmel. Ihr Tipp: Das Sachbuch „Sterne – Wunder des Weltalls“. „Das hat mich auch als Kind schon fasziniert.“

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