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Jamaika-Bund für Stadtplaner

CDU, Grüne und FDP nominieren Adrian Mork als Bürgermeister-Kandidaten

SCHWERTE Adrian Mork ist nun offiziell der gemeinsame Bürgermeister-Kandidat von CDU, Grünen und FDP. Das Wahlergebnis war deutlich, Mork erhielt lediglich eine Gegenstimme. Dennoch zeigte die Inszenierung der Begeisterung auf dem Wahlparteitag noch Luft nach oben.

CDU, Grüne und FDP nominieren Adrian Mork als Bürgermeister-Kandidaten

Bürgermeisterkandidat Adrian Mork nach der Nominierung mit seinem Wahlkampfteam. Foto: Paulitschke Foto: Bernd Paulitschke

Es war auf jeden Fall ein historischer Zusammenschluss. Was auf Bundesebene nicht geklappt hat, gilt für Schwerte. Schwarz, Gelb und Grün setzen einmütig auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Doch die Inszenierung am Montagabend in der Rohrmeisterei wirkte noch etwas bemüht.

Bei seiner Vorstellung erhielt Adrian Mork an wenigen Stellen Szenenapplaus. Das mochte auch daran liegen, dass er jenes Zehn-Punkte- Programm vorstellte, das er schon vor Wochen bei einer Pressekonferenz präsentiert hatte. Und als CDU-Mitglied Kurt Ehrke dann noch seine Parteifreunde aufforderte, Scharmützel beiseitezuschieben, um ein eindrucksvolles Wahlergebnis für den Kandidaten zu erzielen, hatte man fast den Eindruck, die Christdemokraten trauten ihrer eigenen Entscheidung nicht.

Eine Gegenstimme
Am Ende gab es dann aber doch nur eine Gegenstimme, bei 63 gültigen Stimmen. In Adrian Morks „Heimat-Partei“, den Grünen, stimmten alle 13 Parteimitglieder für Mork, und auch bei der FDP mit ihren elf Mitgliedern wurde einstimmig beschlossen. All das hatte in drei getrennten Räumen stattgefunden, so sieht es das Wahlgesetz vor.

Wahlkampf beginnt
Gemeinsam hatte man aber die Rede des Kandidaten gehört. Und der eröffnete dann doch den Wahlkampf: In Anspielung auf einen Leserbrief, den SPD-Ratsherr Bernd Droll geschrieben hatte und in dem er sich angesichts der Schwerter Jamaika-Koalition um den Schlaf gebracht sah, entgegnete Mork: „Wenn ich dann noch mit einem Kandidaten in den Wahlkampf ziehen würde, den in Schwerte keiner kennt und der hier noch nichts auf die Beine gestellt hat, dann wäre ich auch um den Schlaf gebracht.“ Um anschließend Droll noch zu empfehlen: „Bitte lieber weiterschlafen.“

Bänke eröffnen

Und auch auf die Ruhr-Nachrichten-Kolumne „der Pannensmit“ reagiert Mork bei seiner Antrittsrede. „Ich liebe Bänke und ich werde noch mehr Bänke in dieser Stadt aufstellen“, kündigte er an. In der kleinen Samstagsglosse ihrer Printausgabe hatten die Ruhr Nachrichten die offizielle Inbetriebnahme einer Bank durch den Stadtplaner Adrian Mork aufs Korn genommen.

Nach der Wahl und den Dankesworten des jetzt auch offiziellen Kandidaten, gab es dann noch Großes, zumindest was das Format betraf: ein fast die komplette Bühne der großen Halle der Rohrmeisterei füllendes Bild von Adrian Mork, der ein Ortsschild in den Händen hält. Darunter der offizielle Wahlkampf-Slogan, „Gemeinsam sind wir Schwerte“.

Die Parteispitzen von CDU, FDP und Grünen hatten sich nach dem überraschenden Rücktritt von Bürgermeister Heinrich Böckelühr schnell auf den Fachbereichsleiter für Umwelt, Stadtplanung und Infrastruktur im Rathaus, Adrian Mork, als Bürgermeisterkandidaten geeinigt.

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