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Verfahren vorgezogen

2018/19: Frühere Anmeldungen an Schwerter Gymnasien und Gesamtschulen

Wer seine Kinder ab Sommer 2018/19 auf ein Gymnasium oder auf eine Gesamtschule in Schwerte schicken will, muss sie früher anmelden als bisher üblich. Zumindest, wenn die Bezirksregierung dem Wunsch der Stadt Schwerte nachkommt. Hintergrund ist der Schulstreit zwischen Dortmund und Schwerte, der seit Jahren schwelt.

2018/19: Frühere Anmeldungen an Schwerter Gymnasien und Gesamtschulen

Auch das Ruhrtal-Gymnasium ist bei Schwerter wie Dortmunder Schülern beliebt. Foto: Manuela Schwerte Foto: Foto: Manuela Schwerte

Viele Schüler aus Dortmunds Süden, die an die Schwerter Gymnasien wollten, wurden abgelehnt. 2017/18 betraf das 33 Mädchen und Jungen, deren Eltern sie gerne auf das Ruhrtal-Gymnasium oder das Friedrich-Bährens-Gymnasium geschickt hätten. Vor allem für Familien aus Holzen ist das attraktiv. Der Weg nach Schwerte ist kürzer als zum Beispiel nach Dortmund-Hörde.

Das Argument für die Ablehnung der Dortmunder, das die Stadt Schwerte hatte: Wir müssen erst zusehen, den Schwerter Schülern einen Platz zu gewährleisten. Wenn Dortmunder zu uns kommen, muss uns die Stadt Dortmund das auch bezahlen, denn uns entstehen Kosten.

Die Antwort der Politiker aus Dortmund: Nein, wir zahlen nicht. So kam keine Beschulungsvereinbarung zusammen, wie sie Schwerte etwa mit Iserlohn hat. Dort betrifft es zwar weniger Schüler, aber auch dort gehen Kinder und Jugendliche aus der einen Stadt auf eine Schule in der jeweils anderen.

Mehr fünfte Klassen? Auch das ist nicht erlaubt

Nächster Vorschlag, der von der Stadt Schwerte kam: Könnte es 2018/19 wenigstens mehr fünfte Klassen geben, sodass weniger Schüler abgelehnt werden müssten? Da kam die Antwort von der Bezirksregierung aus Arnsberg: Nein, nicht erlaubt.

Also bleibt es auch für das Schuljahr 2018/19 bei 14 Eingangsklassen: je vier an der Gesamtschule im Gänsewinkel und an der Theodor-Freitmann-Gesamtschulen, je drei am Ruhrtal- und am Friedrich-Bährens-Gymnasien.

Um keine Schule zu benachteiligen – „vor dem Hintergrund des Schulfriedens“, wie Jugendamtsleiter Andreas Pap sagt – gibt es 2018 überall ein vorgezogenes Anmeldeverfahren. Schüler, die in dieser ersten vorgezogenen Runde abgelehnt werden müssten – etwa aus Dortmund – könnten dann in der regulären Anmeldephase einen Platz an einer anderen Schule finden.

In Dortmund ist in der vorgezogenen Anmeldephase nur die Bewerbung an Gesamtschulen und Privatschulen möglich. Anmeldungen an Gymnasien folgen in der regulären, also der zweiten Phase.

Das sind die wahrscheinlichen Anmeldetermine für 2018/19

  • Am Freitag, 2. Februar, soll das vorgezogene Anmeldeverfahren beginnen.
  • Eine Woche lang sollen Eltern dann Zeit haben, ihre Kinder anzumelden.
  • Zweitwünsche können abgegeben werden.
  • Abgelehnte Schüler können sich ab Freitag, 16. Februar, an anderen Schulen bewerben.

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