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Gedenktag

Pogromgedenken auf dem jüdischen Freidhof

HALTERN Die SPD-Vorsitzende Beate Pliete erinnerte auf dem jüdischen Friedhof an die Pogromnacht vor 79 Jahren und kritisierte die AfD und die Europäische Union. Vor allem aber mahnte sie zum Frieden und zur Bekämpfung von Unrecht.

Pogromgedenken auf dem jüdischen Freidhof

Beate Pliete, SPD-Vorsitzende, hielt die Rede auf dem jüdischen Friedhof. Schrief

Zum Gedenken an die Pogromnacht vor 79 Jahren versammelten sich einige Halterner am Donnerstag auf dem jüdischen Friedhof. Die SPD hatte eingeladen, sich der humanitären Katastrophe mit Millionen von Toten zu erinnern und gleichzeitig, um ein klares Bekenntnis gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz in heutiger Zeit abzugeben.

„Als am 9. November 1938 die Synagogen brannten, standen viele Menschen gaffend dabei. Heute brennen Flüchtlingsheime und die Gaffer klatschen Beifall“, stellte SPD-Vorsitzende Beate Pliete in ihrer Rede eine Beziehung zwischen Historie und Gegenwart her. Der Rassismus von damals feiere heute seine Renaissance in der Verfolgung von Asylsuchenden und Menschen mit Migrationshintergrund.

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Kritik an der EU

Beate Pliete nannte als Anstifter die AfD (Alternative für Deutschland) mit ihrer rassistischen und ausgrenzenden Politik. Sie kritisierte ebenso scharf die Europäische Union, die einem Despoten viel Geld dafür zahle, damit dieser ihr die Flüchtlinge vom Hals halte. „Und Deutschland unterstützt den Präsidenten mit sehr viel Geld, damit dieser seine Grenzen dicht hält.“ Den Namen des Präsidenten nannte sie nicht. Dabei sei Deutschland ein reiches Land, es könne und müsse teilen, nicht nur aus moralischer Verpflichtung heraus, so Beate Pliete.

Gegen Gleichgültigkeit

Die SPD-Vorsitzende mahnte zum Frieden. „Der heutige Tag verpflichtet zum Handeln. Denn Kriege verhindern kein Unrecht, sondern sind die Ursache von Flucht, Folter, Terror und Mord“, sagte sie auf dem jüdischen Friedhof. Gerade den Gedenktag wolle sie zum Anlass nehmen, gegen Gleichgültigkeit, Vergessenwollen und wohlwollende Duldung alter und neuer Nazis einzutreten.

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Sie zitierte dazu Bertolt Brecht: „Lasst uns das 1000-mal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!“ Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus‘ legten sie und andere Anwesende entsprechend der jüdischen Tradition Steine auf den Gedenkstein. Die Verbrechen der Vergangenheit dürften sich nicht wiederholen, betonte Beate Pliete.

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