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Chemikant erkundet die Welt

Halterner reist 30 Tage allein durch Indonesien

HALTERN/INDONESIEN Der Halterner Bastian Horbel ist einen Monat durch den Inselstaat Indonesien gereist. Er berichtet von unglaublichen Korallenriffen, Umweltproblemen und erklärt, warum ihm Bali nicht so gut gefallen hat.

Halterner reist 30 Tage allein durch Indonesien

Einen Besuch der klassischen Reisterrassen ließ sich Bastian Horbel nicht entgehen. Privat

Der Weg ist das Ziel, so lautet ein bekanntest Sprichwort von Konfuzius. Ein Sprichwort, das man sicher auch gut auf Bastian Horbel anwenden könnte. Der 24-jährige Halterner ist vier Wochen lang in Indonesien herrumgereist.

Indonesien, das ist ein Inselstaat in Südostasien und nördlich von Australien gelegen. Ein Land ganz am anderen Ende der Welt. Für Bastian Horbel ein „unglaubliches Land“. Es war seine bisher dritte Individualreise. Die ersten zwei gingen nach Island und Skandinavien. Indonesien habe jedoch dem gegenüber einen klaren Vorteil: „Es war deutlich entspannter und vor allem billiger.“

Gestartet hat er seine Reise am 20. September. Von Haltern am See ging es über Amsterdam, Jakarta und Makasar nach Sorong auf der Insel Neuguinea und dann noch mit dem Boot zu seiner ersten Unterkunft, einem Tauchresort im Archipel Raja Ampat. Von Haustür zu Haustür hat das insgesamt 46 Stunden und 30 Minuten gedauert. Aber es hat sich gelohnt, denn das Tauchen in Raja Ampat war gleichzeitig das absolute Highlight für Bastian.

Für 1500 Euro tauchen
In diesem Gebiet sind viele der Korallenriffe noch sehr gut erhalten, sie locken Tauchfans aus aller Welt mit ihrer Artenvielfalt. In vielen Riffen gibt es noch sehr alte Korallen, teilweise schon über 100 Jahre alt. Besonders bekannt und populär ist das Riff „Cape Kri“. „Das wird in der Tauchszene schon ziemlich gehypt“, meint Bastian. Aber es lohne sich. Auch, wenn es nicht ganz billig sei. „Für eine Woche, Tauchen inklusive, habe ich 1500 Euro bezahlt.“

Bali enttäuscht

Nicht ganz gelohnt hat sich für Bastian die Touristenhochburg Bali. Die war ihm touristisch deutlich zu überlaufen und zu teuer. „In Gorontola auf der Insel Sulawesi habe ich für ein Hotel, das echt gut war, 20 Euro bezahlt. Auf Bali waren es 19 Euro für ein deutlich schlechteres Appartement.“ Das Preis-Leistungs-Verhältnis auf der Insel habe einfach nicht gepasst. Der Grund: „Bali war total verwestlicht. Das hat einiges einfacher gemacht, aber Indonesien ist nicht gleich Bali.“ Deshalb hat der Halterner auf Bali nicht nur die „typischen Touristenattraktionen“ besucht. Er empfiehlt, den Norden der Insel zu besuchen. Der ist noch naturbelassener und man werde als Tourist nicht so schnell „abgezogen“.

Doch, auch wenn immer mal die Gefahr besteht, um sein Geld betrogen zu werden, die Mentalität der Indonesier hat dem Deutschen gut gefallen. Die meisten seien unglaublich nett und hilfsbereit gewesen. Daran, dass man als Tourist schnell angesprochen wird, musste er sich jedoch erst mal gewöhnen. Aber: „Die Meisten sind einfach nur neugierig und helfen einem, wenn man was braucht.“ Einmal, berichtet er, war er in einem Supermarkt und hat nach Nähzeug gefragt. Weil es dieses nicht gab, habe eine der Verkäuferin sich extra für ihn auf ihren Roller gesetzt, um es für ihn zu kaufen.

Plastik ist überall
Ganz ohne Kritik ist Bastian dennoch nicht. „Die Umweltverschmutzung war in Indonesien schon sehr extrem“, sagt er. In dem Inselstaat herrsche ein anderes Umweltbewusstsein als in Deutschland – und zwar fast keines. Plastikmüll werde im besten Fall gesammelt, mit Sprit übergossen und anschließend verbrannt. Oft habe Bastian aber auch gesehen, dass ein Großteil des Mülls in den Flüssen und im Meer lande. Selbst an einem Strand auf einer „einsamen“ Insel habe er Plastik gefunden. Wenn ein Strand nicht sauber gemacht wird, dann sei es normal, da Plastik zu finden. Jedoch sei das nichts im Vergleich zu den großen Städten. Dort „ist es fast unmöglich, zu Fuß zu laufen.“

Das Nächste Mal geht‘s in den Süden

Auch wenn ihn die Umweltverschmutzung gestört hat, hat Bastian nicht genug von Indonesien gesehen. Seine nächste Reise soll ihn, wenn er es schafft, auf die südlichen Inseln des Inselstaates führen. „Ich habe gehört, dass die Inseln dort wunderschön sein sollen.“ Wann er diese Reise in Angriff nimmt, ist noch nicht klar. Jetzt muss der Chemikant erst mal wieder arbeiten gehen. In Marl.

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