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Dörwerstraße

Rumpel-Piste geht es endlich an den Buckel

Nette Ulrike und Michael Knaebe können ihr Glück kaum fassen: Endlich werden die ungeliebten Tempo-Schwellen vor ihrem Haus an der Dörwerstraße entfernt. Jahrelang haben sie unter Erschütterungen gelitten. Eine Erfolgsgeschichte mit Umwegen.

Rumpel-Piste geht es endlich an den Buckel

Am vergangenen Samstag wurde die erste Aufpflasterung im Bereich der Dörwerstraße 4b entfernt. Foto: Uwe von Schirp

Diese Geschichte nahm im Februar 2017 ihren Anfang – in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung (BV) Mengede. Lange sah es ganz danach aus, dass sie nicht mit einem Happy End gekrönt werden sollte. Heute, zehn Monate später, ist das letzte Kapitel geschrieben. Und für die Protagonisten, Ulrike und Michael Knaebe aus der Dörwerstraße in Nette, gab es doch dann noch ein unerwartet versöhnliches Ende. Wir erzählen die ganze Erfolgsgeschichte, in deren Mittelpunkt zwei ungeliebte Tempo-Schwellen stehen.

Warum hat das Ehepaar Knaebe die Einwohnerfragestunde im Februar 2017 aufgesucht?

Ulrike und Michael Knaebe informierten die Mengeder Bezirksvertreter über Erschütterungen in ihrem Haus. Bis heute sind sie der Meinung, dass diese durch Busse und Lastwagen beim Überfahren der maroden Plateau-Aufpflasterungen im Bereich der Dörwerstraße 4b und 17b ausgelöst werden. Die Knaebes berichteten auch von Beschädigungen in der Bausubstanz, wie etwa Haarrisse an der Außenfassade, und von geplatzten Heizungsrohren . Beides steht in ihren Augen ebenfalls im Zusammenhang mit dem Überfahren der Plateau-Aufpflasterungen. Deshalb forderten sie im Februar erstmals den Rückbau der beiden maroden Tempo-Schwellen. Dazu überreichten sie Bezirksbürgermeister Willi Tölch eine Unterschriftenliste, an der sich auch Anwohner aus der Straße Hördelmannshof „verewigt“ hatten. „Mit den Jahren ist es immer schlimmer und zur einer großen Beeinträchtigung der Wohnqualität geworden“, sagte Ulrike Knaebe im Februar.

Wie reagierte die Bezirksvertretung auf die Beschwerde der Knaebes und ihrer Nachbarn?

Bezirksbürgermeister Willi Tölch nahm die Liste entgegen und organisierte gemeinsam mit den Fraktionen einen Ortstermin, der im Frühjahr stattfand. Daran nahmen auch Vertreter der Verwaltung und der DSW 21 sowie einige Anwohner teil.

Was hat der Ortstermin ergeben?

„Einige Busse sind vorbeigefahren, sodass die Anwesenden die Vibrationen wahrnehmen konnten“, berichtet Ulrike Knaebe damals auf Anfrage. Die Stadt bestätigte, dass aufgrund der starken Beschädigungen die Aufpflasterungen ausgebessert oder gar abgebaut werden müssten. In der Mai-Sitzung fasste die BV einen einstimmigen Beschluss zum zeitnahen Rückbau der „Rumpel-Piste“.

Wie ging es danach weiter?

Leider nicht so, wie es sich Politiker und die Anwohner gewünscht hatten. Denn obwohl die Stadt im August 2017 den Handlungsbedarf in einem Schreiben bestätigte, gab es von Stadtrat Lürwers die rote Karte: „Die Straßenbaukosten für den Rückbau betragen 24.000 Euro. Die konsumtiven Mittel stehen derzeit beim Tiefbauamt nicht zur Verfügung. Die Bezirksvertretung wird gebeten, den Betrag zur Verfügung zu stellen.“

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Wie waren die Reaktionen darauf?

Bezirksbürgermeister Tölch war ziemlich sauer: „Das ist eine Unverschämtheit. Die Verwaltung weiß, dass wir das Geld nicht haben“, zürnte er damals im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch Ulrike Knaebe war enttäuscht. Trotzdem fand sie lobende Worte für die Politiker: „Die haben alles getan und uns sehr gut vertreten. Aber das Verhalten der Verwaltung finde ich unmöglich.“

Und wie ist es dann doch noch zu einem Happy End gekommen?

So ganz genau weiß das niemand. Plötzlich und unerwartet verschickte die Stadt am 15. November eine Pressemitteilung. Darin heißt es, dass die verkehrsberuhigenden Aufpflasterungen doch in diesem Jahr zurückgebaut würden. Bezirksverwaltungsstellenleiter Michael Konrad bestätigte auf Anfrage, dass die Stadt die Kosten in Höhe von 24.000 Euro tragen werde „Auch mich hat die Nachricht überrascht“, sagte Konrad. Er vermutet, dass das Tiefbauamt das Projekt aus seinem Topf zur Verkehrssicherungspflicht finanziert.

Was sagen die Anwohner?

„Wir alle sind froh und erleichtert“, sagt Ulrike Knaebe. „Für uns wäre es aber auch sehr unbefriedigend gewesen, wenn alle Verständnis zeigen, aber an Ende nichts getan worden wäre.“ Sie ermuntert Bürger, Missstände anzuprangern: „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.“

Die zweite Temposchwelle im Bereich der Dörwerstraße 17 b wird am Samstag (25. 11.) abgebaut.

Dafür werden wie am vergangenen Samstag circa 90 Quadratmeter Fahrbahnoberfläche instand gesetzt.

Die Umleitung erfolgt erneut über Haberlandstraße, Mergelkühle und Mengeder Straße.

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