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Prozess vor Schwurgericht Bochum

„Audi-Mord“: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Dortmund/Bochum Im Prozess um den so genannten „Audi-Mord“ hat die Staatsanwaltschaft für die zwei Angeklagten aus Dortmund und Bochum lebenslange Haftstrafen beantragt. Entgegen der Darstellung der Angeklagten geht die Anklage von einer Gemeinschaftstat aus.

„Audi-Mord“: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Um diesen Sportwagen des Typs Audi R8 dreht sich das angeklagte Mordgeschehen.

Dem Duo im Alter von 30 und 33 Jahren wird vorgeworfen, einen russischen Autoverkäufer in einer Wohnung am Stadtrand von Lütgendortmund erst in eine Falle gelockt - und dann zu Tode gewürgt zu haben.

Die beiden Männer auf der Anklagebank haben sich im Prozess vor dem Bochumer Schwurgericht gegenseitig beschuldigt, den Verkäufer eines blauen, 81.000 Euro teuren Audi R8 getötet zu haben. Zuletzt waren in diesem Zusammenhang sogar auf eine Zellenwand im alten Landgerichtsgebäudes gekritzelte Schuldvorwürfe erörtert worden. Mit schwarzem Stift auf weißem Putz stand dort geschrieben: „Bin der Chris aus Bochum. Sitze in der JVA wegen Mordes. Den habe ich aber nicht begangen. Sondern Dieter B. aus Dortmund.“

Staatsanwaltschaft geht von gemeinschaftlicher Tat aus

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Hauptangeklagte Christof S. aus Bochum den Autoverkäufer am 16. Januar nach einer Probefahrt mit dem blauen R8 ermordet hat. Erst soll er den 29-Jährigen von hinten in den Schwitzkasten genommen, dann zu Tode gewürgt haben. Während des dreiminütigen Todeskampfes soll er dem Opfer zudem mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen haben.

Weil Dieter B. aus Dortmund das spätere Opfer zuvor - wie geplant - abgelenkt haben soll, stuft die Staatsanwaltschaft den 30-Jährigen als Mittäter eines Mordes ein. Und deshalb sollen beide Angeklagten lebenslange Haft erhalten.

Angeklagte prahlten vor Freunden mit dem Auto

Nach dem Mord, so die Anklageschrift, prahlten die Angeklagten mit dem Audi R8 im Bekanntenkreis. Die Polizei war dem Duo auf die Spur gekommen, weil die Männer zuvor offen mit dem Verkäufer und dessen im Rheinland lebender Mutter Kontakt gehabt hatten. Die Leiche des Autoverkäufers wurde kurz danach in einem Wald bei Witten entdeckt.

Das Urteil im Prozess um den „Audi-Mord“ soll am 11. Dezember verkündet werden.

Dortmund/Bochum Im Prozess um die Ermordung eines Autobesitzers hat einer der Angeklagten am Donnerstag zu einem „Befreiungsschlag“ ausgeholt, um alles auf seinen mitangeklagten Kollegen aus Dortmund zu schieben. Die beiden Männer sind angeklagt, einen russischen Autoverkäufer erwürgt zu haben. Die Richter bleiben jedoch skeptisch.mehr...

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