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Wulfener sprachen mit dem Bürgermeister

Windkraftanlagen bereiten Sorgen

Wulfen Die Initiative „Gegenwind Wulfen“ fühlte dem Bürgermeister in der Sprechstunde am Donnerstag (2.11.) im Tanzsportzentrum Wulfen auf den Zahn. Die Initiative ist nicht grundsätzlich gehen Windkraft - stellt jedoch eine Bedingung.

Windkraftanlagen bereiten Sorgen

Gut besucht von Vertretern der Interessengemeinschaft „Gegenwind Wulfen“ war die letzte Bürgermeistersprechstunde in den Räumen des TSZ Royal Wulfen. Foto: privat

Wulfen soll zwei Windkraftkonzentrationszonen bekommen: eine am Ostendorfer Kamp, eine andere am „Verlorenen Sohn“. Zwei von acht geplanten Zonen in Dorsten, die in der Bevölkerung nicht unumstritten sind.

Bedenken vorgetragen


Wulfener haben im Zuge des Flächennutzungsplanverfahrens zur Berücksichtigung der Windvorrangzonen der Stadtverwaltung ihre Bedenken schriftlich vorgetragen. Wie zum Beispiel Anke Mevenkamp und Karl Wilhelm Tenbrüggen oder etwa Annette und Uwe Guski, die die Wulfener Potenzialflächen aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht haben.

„Das Neubaugebiet Bückelsberg-Ost würde gleich aus zwei Richtungen beeinträchtigt“, meinen beispielsweise die Eheleute Guski und führen die „negative Prägung des Landschaftsbildes oder die Wertminderung der Neubaugrundstücke im Baugebiet Bückelsberg-Ost ins Feld. Mevenkamp und Tenbrüggen führen die „optisch bedrängende Wirkung der Anlagen, Geräuschemissionen und Schattenwurf“ ins Feld und befürchten Wertminderungen ihrer Grundstücke und Häuser.

Grundsätzlich nicht dagegen

„Grundsätzlich sind wir nicht gegen Windkraftanlagen. Aber wir sind nicht bereit, diese mittlerweile bis zu 250 Meter hohen Gebilde in direkter Nähe zu den Wohnungen zu akzeptieren“, sagt Hans-Peter Schwenzfeier von der Interessengemeinschaft „Gegenwind Wulfen“ auf unsere Anfrage. „Wir fordern einen Mindestabstand von 1500 Metern zur Bebauung, so wie es die neue Landesregierung in einer Absichtserklärung formuliert hat.“

Die Interessengemeinschaft „Gegenwind Wulfen“ habe deshalb vor der letzten Bürgermeistersprechstunde mit einer Flugblattinformation die Bürger des Ortsteils dazu bewegt, Tobias Stockhoff direkt zu befragen. „Mit 60 Teilnehmern war die Sprechstunde im Tanzsportzentrum Wulfen überdurchschnittlich gut besucht“, fasst Schwenzfeier zusammen.

Nicht überrascht

Bürgermeister Tobias Stockhoff und Planungsamtsleiter Marc Lohmann waren von der großen Resonanz nicht überrascht. „Wir wussten Bescheid, dass viele Bürger sich zu diesem Thema äußern wollten“, sagte Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn. Stockhoff und Lohmann hätten sich den Fragen der Bürger gestellt und gezeigt, dass sie die Sorgen ernstnehmen, so Hans-Peter Schwenzfeier. Allerdings habe Stockhoff auch verdeutlicht, dass der Verwaltung die Hände gebunden sind: „Wir können nicht Gesetze anwenden, die künftig in Kraft treten, sondern müssen uns an geltendes Recht halten.“ Die Interessengemeinschaft „Gegenwind Wulfen“ gibt aber nicht auf: „Wir bleiben am Ball, bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden worden ist.

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